04:21 24 Februar 2020
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    Die Bedeutung des Iran-Deals besteht nach Ansicht von Arthur Herman, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Hudson-Instituts, darin, dass Russland und China ihren Einfluss in der Region verstärken werden. Eine weitere Folge sei die Entstehung der Achse Moskau – Peking – Teheran, schreibt er in der Zeitung „The Wall Street Journal“.

    Nach Ansicht des Analysten wird es „so gut wie sicher“ zur Entstehung einer solchen Achse kommen, was zur größten geopolitischen Kräfteverschiebung im Nahen Osten seit der Suez-Krise 1956 führen würde.

    Gerade Russland und China werden zu den wichtigsten Akteuren bei der Wiederherstellung der iranischen Wirtschaft nach der Aufhebung der Sanktionen – angefangen beim  IT-Bereich bis hin zur Entwicklung der Öl- und Gasförderung.

    Darüber hinaus werde Russland seine militärtechnische Zusammenarbeit mit dem offiziellen Teheran wesentlich erweitern können, so der Experte. „Moskau wird moderne Su-30-Bomber anbieten, die die F-14-Kampfjets ablösen würden, mit welchen Irans Fliegerkräfte seit Jimmy Carters Zeiten ausgerüstet sind, sowie komplizierte Raketenabwehrsysteme wie S-400, die etwaige Bombenangriffe der USA und Israels in Zukunft äußerst kostspielig machen würden.“

    Das Wichtigste bestehe aber darin, dass ein stabiles Wachstum im Iran im strategischen Interesse sowohl Russlands als auch Chinas in dieser Region ist. Dazu gehöre auch die Unterstützung der Regierung von Baschar al-Assad in Syrien durch den Iran, was eine Verstärkung der russischen Marinepräsenz im östlichen Mittelmeerraum nach sich ziehen würde. „Für China würde dies  eine Einbeziehung des Irans in den Kreis der strategischen Partner bedeuten, unter anderem im Interesse der Erweiterung der militärischen Zusammenarbeit.“

    Die Entstehung der Achse Moskau – Peking – Teheran wie auch die wachsende Rolle Russlands und Chinas als wichtiger Akteure im Nahen Osten würden „den Untergang Amerikas als einer dominierenden äußeren Kraft beschleunigen“.

    „Die Folgen davon kann niemand voraussagen, sie lassen aber niemanden ruhig schlafen“, schlussfolgert Herman.

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    Tags:
    Jimmy Carter, Sanktionen, Su-30, F-14, Baschar al-Assad, Arthur Herman, Syrien, Nahosten, USA, China, Russland, Iran