17:09 15 August 2020
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    Die Lebensmittel wurden nach Russland über Kasachstan unter Umgehung der geltenden Restriktionen eingeführt und werden, wie die Agrar-Aufsichtsbehörde Rosselchosnadsor mitteilt, auf einer Mülldeponie in Orenburg vernichtet.

    Am Donnerstag wurden anderthalb Tonnen Tomaten ohne Pflanzenschutzzeugnis aufgehalten. Bei der Inspektion konnten die Fachleute keine Markierung an der Verpackung finden, es waren jedoch Stellen sichtbar, wo die Etiketten einmal waren und abgerissen wurden.

    Diese Lebensmittel hätten beschlagnahmt und vernichtet werden sollen. Als jedoch der Lasterfahrer davon erfuhr, brachte er den Lkw nach Weißrussland.

    Auch in Südrussland wurden Lebensmittel vernichtet. Wie am Donnerstag Swetlana Saporoschtschenko von der regionalen Abteilung von Rosselchosnadsor mitteilte, wurden im Gebiet Belgorod an der Grenze zur Ukraine neun Tonnen Käse vernichtet.

    Laut Saporoschtschenko wurden die neun Tonnen Käse Ende Juli ohne Zeugnisse im Grenzgebiet des Gebiets Belgorod aufgehalten und könnten theoretisch in einem der Länder hergestellt worden sein, gegen die das russische Lebensmittel-Embargo gilt.

    Bislang gebe es keine Pläne zur Vernichtung sonstiger in Russland verbotener Lebensmittel, so die Mitarbeiterin der lokalen Aufsichtsbehörde. „Wenn welche beschlagnahmt werden, vernichten wir sie eben.“

    Russland hatte im August 2014 – als Antwort auf westliche Sanktionen – die Einfuhr diverser Lebensmittel aus der EU, Norwegen, den USA, Kanada und Australien verboten. Betroffen sind in erster Linie Fleisch, Würste, Fische, Obst, Gemüse und Milchprodukte. Am 25. Juni dieses Jahres beschloss die russische Regierung, ihre Lebensmittelsanktionen um ein Jahr – bis zum 5. August 2016 – zu verlängern. Das sei eine Antwort auf die Entscheidung der EU, ihre Russland-Sanktionen bis zum 31. Januar 2016 zu prolongieren, hieß es in Moskau.

    Am 29. Juli ordnete Präsident Wladimir Putin per Erlass an, jegliche Lebensmittel, die in das Land unter Umgehung des Verbots gelangen, ab dem 6. August an der Staatsgrenze zu vernichten. Diese Maßnahme soll die wirtschaftlichen Interessen Russlands schützen.

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    Tags:
    EU, Wladimir Putin, USA, Russland, Ukraine, Kasachstan