05:55 19 November 2019
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    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko

    Lukaschenko warnt vor „ukrainischer Variante“ als Folge von sozialer Schere

    © Sputnik / Sergei Guneev
    Politik
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    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko will nach eigenen Worten nicht, dass sich im Land eine „Kluft“ zwischen den Reichen und dem Mittelstand bildet, weil dies mit einer Destabilisierung der Gesellschaft, darunter einer Entwicklung auf ukrainische Art, drohe.

    „Ich will keine bürgerliche oder bürgerlich-demokratische Gesellschaft, in der es eine Kluft zwischen den Reichen, das heißt Geschäftsleuten, Unternehmern und irgendwelchen Amtsmenden einerseits und dem einfachen Volk andererseits gibt. Sicherlich würde eine solche Schere mindestens einen Skandal auslösen. Oder eine Revolution als Maximum – so etwas haben wir schon durchgemacht“, sagte der weißrussische Präsident am Donnerstag in Minsk bei einem Treffen mit dem Premierministers des Landes, Andrej Kobjakow. Lukaschenkos Worte werden von der staatlichen Agentur Belta wiedergegeben.

    Wenn die Gesellschaft destabilisiert werde, könne Weißrussland die ukrainische Variante nachahmen – womöglich ohne äußere Einmischung, so Lukaschenko.

    Der weißrussische Staatschef rief zudem dazu auf, unter den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen die Arbeitskollektive in den weißrussischen Betrieben beizubehalten.

    Manche leitenden Mitarbeiter würden vergessen, dass sie morgen selbst Rentner und hilfsbedürftige Menschen werden können, so der Präsident. Hier sei ein humanes Verhalten notwendig, ergänzte Lukaschenko.

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    Tags:
    Andrej Kobjakow, Alexander Lukaschenko, Minsk, Weißrussland