17:56 02 Juni 2020
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    Russland-Sanktionen (476)
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    Die USA mischen sich aktiv in die Angelegenheiten von Finanzanstalten Europas ein, um ihre außenpolitischen Ziele umzusetzen, wie die Netzzeitung „Deutsche Wirtschafts Nachrichten“ schreibt.

    „Die Ermittlungen der US-Behörden gegen die Deutsche Bank verfolgen einen doppelten Zweck: Die Amerikaner wollen die Befolgung der Russland-Sanktionen mit äußerster Härte durchsetzen, und zugleich wird der Finanz-Sektor in Europa geschwächt“, so der Autor des Artikels.

    Hinter den Ermittlungen gegen die Deutsche Bank stecken der Zeitung zufolge politische Interessen der USA. „Immer öfter wird der Unmut von europäischen Finanzinstituten über die Praxis der US-Börsenaufsicht laut, politisch motivierte Ermittlungen zu führen. (…) Das US-Justizministerium ermittelt seit kurzem gegen die Deutsche Bank wegen der Verdachtslage der Verletzung der Sanktionen gegen Russland. Dies ist zwar nur eine von nahezu 1.000 Untersuchungen, denen sich die Bank derzeit gegenübersieht, aber sie ist offensichtlich politisch motiviert“, so die Zeitung.

    Die Deutsche Bank soll laut Washington Transaktionen mit Personen durchgeführt haben, die auf der Sanktions-Liste der EU und der USA stehen. Der Verdacht der Verletzung der Sanktionen komme der gegen Russland wie auch gegen Europa gerichteten US-Strategie mehr als gelegen, schreibt der Autor des Artikels.

    Ihm zufolge verhängte die US-Börsenaufsicht in den vergangenen Jahren drakonische Geldstrafen gegen europäische Unternehmen und Geldinstitute.

    „Dies führt zunehmend zu politischer Verstimmung zwischen der EU und den ermittelnden US-Behörden“, schreibt der Journalist und kommt zu dem Schluss, es sei damit zu rechnen, dass „der Raubzug der US-Aufsichtsbehörden gegen nicht-amerikanische Unternehmen und Institute weitergeht“.

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    Tags:
    Sanktionen, EU, Deutsche Bank, USA, Russland