03:05 05 Juni 2020
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    Beim nächtlichen Beschuss im Raum von Donezk sind nach Angaben der ultraradikalen ukrainischen Organisation Rechter Sektor in der Nacht zu Montag sieben ukrainische Soldaten ums Leben gekommen.

    Den ukrainischen Streitkräften zufolge setzten Bürgermilizen angeblich den Raum Starognatowka südlich von Donezk unter Artillerie- und Granatwerferbeschuss. Im Laufe der Kampfhandlungen hätten ukrainische Soldaten die Schlüsselhöhen in diesem Gebiet besetzt.

    Den Informationen des Rechten Sektors zufolge seien dabei drei Angehörige des ukrainischen Freiwilligenkorps (Rechter Sektor – d. Red.) und vier vom 72. Bataillon getötet worden. Elf weitere Soldaten wurden verletzt: fünf aus dem Freiwilligenkorps und sechs aus dem 72. und dem 14. Bataillon.

    Der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Alexander Turtschinow, sprach dagegen von einem erschossenen und sechzehn verletzten Soldaten. Er bezeichnete den nächtlichen Beschuss seitens der Bürgermilizen als intensivsten seit Anfang des Jahres.

    Die Bürgermilizen der Volksrepublik Donezk bezeichneten all diese Behauptungen als Provokation, die das Ziel hätte, sie der Verletzung der Minsker Vereinbarungen zu beschuldigen. Laut dem Verteidigungsministerium der Volksrepublik Donezk würden die ukrainischen Militärs sich widersprechen, da „sich Starognatowka unter ihrer Kontrolle befindet und sie damit die Höhen eingenommen hätten, die sie selbst kontrollieren“.

    Kiew beabsichtigt schnellstmöglich, die OSZE, die EU, die Nato und die „Normandie-Vierergruppe“ über die Zuspitzung der Situation im Donbass zu informieren.

    Im Verteidigungsministerium der Donezker Volksrepublik sprach man von einer Zunahme des Beschusses seitens der ukrainischen Armee in den letzten 24 Stunden um das Dreifache. „Das Territorium der Republik wurde 306 Mal mit Artillerie, 140 Mal mit Granatwerfern und 217 Mal mit Minen beschossen“, verlautete aus dem Verteidigungsministerium der Volksrepublik Donezk.

    Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mindestens 6.800 Zivilisten ums Leben gekommen. Seit Februar 2015 gilt im Kampfgebiet eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder verletzt wird.

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    Tags:
    Artillerie, Beschuss, Rechter Sektor, Alexander Turtschinow, Donbass, Donezk, Ukraine