05:02 15 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
    265
    Abonnieren

    Die frauenfeindlichen Äußerungen von Donald Trump über die Fox-Moderatorin Megyn Kelly scheinen seine Chancen im Rennen um die US-Präsidentschaft nicht zu beeinflussen. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos zufolge liegt er in der Beliebtheit der Wähler mit 24 Prozent weiter vor seinen republikanischen Mitbewerbern.

    Trump hatte nach einer Fernsehdebatte angedeutet, die harten Fragen der Fox News-Moderatorin an ihn seien auf deren Menstruationsprobleme zurückzuführen. „Da tropfte Blut aus ihren Augen, Blut aus ihrer Wo-auch-immer“, sagte der US-Präsidentschaftsbewerber. Für diese sexistische Verbal-Attacke bekam Trump Ärger im eigenen Lager.

    Doch seiner Beliebtheit unter den Wählern tat das keinen Abbruch. Der Umfrage von Reuters und Ipsos zufolge geben 24 Prozent der Befragten Trump den Vorzug. Sein schärfster Konkurrent, Floridas Gouverneur Jeb Bush, verlor nach der TV-Debatte sogar fünf Prozent und liegt mit zwölf Prozent deutlich zurück. Unter den weiteren Kandidaten erreicht niemand mehr als acht Prozent Zustimmung.

    Die hohe Beliebtheit unter den US-Bürgern garantiert dem Kandidaten jedoch überhaupt nicht, dass er zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gewählt wird. Denn nach einer Reihe abfälliger Bemerkungen, unter anderem über Frauen, steht Trump nun im republikanischen Gegenwind.

    Nach dem Skandal wurde Trump, der beim Republikaner-Treffen „Redstate Gathering“ am Samstag in Atlanta neben anderen republikanischen Präsidentschaftsbewerbern hätte sprechen sollen, ausgeladen. Dieses Treffen spielt eine bedeutende Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf.

    Unter den Kritikern von Donald Trump tritt insbesondere der republikanische Senator aus South Carolina, Lindsey Graham, hervor. Nach dem letzten Skandal erklärte er, dass es für die Republikaner besser wäre, den Verlust zu riskieren, als mit Trump an der Spitze die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen.

    Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton nannte am Sonntagabend unter den republikanischen Hauptgegenkandidaten Jeb Bush, Scott Walker aus Wisconsin und Florida-Senator Marco Rubio. Trump erwähnte sie nicht.

    Themen:
    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)

    Zum Thema:

    US-Präsidentschaftsanwärter Trump feuert Berater - Grund: versuchte Eigenwerbung
    Ob Trump oder Clinton: Hoffnung auf Wandel nach US-Wahl 2016 unbegründet – Experte
    Umfrage zur US-Wahl – Donald Trump führt trotz aggressiver Eskapaden
    US-Wahlkampf: Trump punktet mit Pöbeleien
    Tags:
    Skandal, US-Präsidentschaftswahl 2016, Donald Trump, Jeb Bush, Lindsey Graham, Hillary Clinton, USA