07:08 18 November 2019
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    Experte: US-Resolution zu unterdrückten Völkern sollte nur Ärger der UdSSR auslösen

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    Die Resolution der USA „Über unterdrückte Völker“, laut der die Ostukraine als unabhängiges Territorium 1959 von der Sowjetunion erobert wurde, ist gegen die Sowjetunion gerichtet gewesen und steht in keiner Beziehung zur US-Politik.

    Dies erklärte Frank Costigliola, der Redakteur der Tagebücher von George Kennan, einem ranghohen Diplomaten aus den Zeiten des Kalten Krieges, am Montag gegenüber Sputniknews.

    „Für Kennan war die Resolution zu den unterdrückten Völkern wie das Schwenken eines roten Tuches vor dem Stier – der Sowjetunion. Dies sollte nur den Ärger (der UdSSR – d. Red.) hervorrufen und hatte keine anderen Ziele“, sagte Costigliola am Montag.

    In den USA war 1959 eine Resolution angenommen worden, die den Staatspräsidenten aufforderte, die dritte Juliwoche zur „Woche der unterdrückten Völker“ zu erklären.

    Eine der in der Resolution erwähnten Nationen, „Cossackia“, soll einen Teil des Territoriums bewohnt haben, wo jetzt die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) gelegen sind.

    Costigliola bezeichnete die genannte Resolution als „leere Worte“, als eine „Geste“ des US-Kongresses, die keine reale Kraft gehabt habe. Die Resolution sei in den vom US-Außenamt erwähnten Ländern nicht anerkannt worden, so der Analytiker.

    Er sagte zudem, dass das US-Außenamt keinerlei Mittel zur Umsetzung der Resolution hatte, weil die meisten darin erwähnten Länder „nie existiert haben“. Er führte einige im Text der Resolution enthaltene Volksbezeichnungen an: Cossackia, Idel-Ural, North Caucasia, Far Eastern Republic und andere.

    Laut Costigliola hat der ehemalige US-Berufsdiplomat George Kennan diese Resolution als „eine Beleidigung (der Sowjetunion – d. Red.) betrachtet, die keine positiven Folgen hatte“.

    Es sei deshalb unklar, warum die US-Präsidenten auch 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges ihre Unterschrift unter diese Resolution setzen, so Costigliola.

    Bei der Verkündung der „Woche der unterdrückten Völker“ am 17. Juli hatte Barack Obama erneut bekräftigt, dass die USA trotz des Endes des Kalten Krieges weiterhin an einer Politik der Demokratie, der Sicherheit und der Selbstbestimmung festhalten würden, sagte der Experte.

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    Tags:
    Kalter Krieg, Sicherheit, Resolution, Barack Obama, USA, UdSSR