18:39 08 April 2020
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    Die Ukraine rüstet ihre Armee weiter auf. Noch in diesem Jahr sollen die Streitkräfte laut Vizeverteidigungsminister Petro Meched Zehntausende Wagen, Panzer und Raketen bekommen.

    „Bis Ende des Jahres sollen mehr als 40.000 Fahrzeuge, mehr als 300 Panzer mehr als 30.000 Raketen und Geschosse an die Truppen geliefert werden“, teilte Meched am Dienstag in Kiew mit. Zudem sollen mehr als 3000 neue Handfeuerwaffen und 300 Sichtgeräte angeschafft werden.

    Seit Beginn 2015 hat die ukrainische Armee dem Vize-Verteidigungsminister zufolge bereits mindestens 266.000 Raketen und Geschosse sowie rund 1200 verschiedene Waffen und Kampffahrzeuge aus heimischer Produktion erhalten.

    Staatschef Petro Poroschenko hatte im März eine Aufstockung der ukrainischen Streitkräfte um mehr als ein Drittel auf 250.000 Mann verfügt. Ende Mai segnete Poroschenko eine neue nationale Sicherheitsstrategie ab, die die Sicherheits- und Verteidigungsausgaben auf mindestens fünf Prozent des BIP erhöht.

    Der diesjährige Militäretat der Ex-Sowjetrepublik wurde auf zwei Milliarden US-Dollar (2,7 Prozent des BIP) verdoppelt. Für Sicherheit und Verteidigung sollen insgesamt vier Milliarden Dollar ausgegeben werden. Zugleich bewirbt sich die frühere Sowjetrepublik um immer neue Kredite. Alte Kredite will die Regierung in Kiew aber nicht zurückzahlen. Im Mai beantragten die zehn ukrainischen Militär- und Sicherheitsbehörden zusätzlich 769 Millionen US-Dollar.

    Trotz des drohenden Staatsbankrotts gibt Kiew nach eigenen Angaben täglich bis zu sieben Millionen US-Dollar für seine Militäroperation gegen die abtrünnigen östlichen Industriegebiete Donezk und Lugansk aus, die den nationalistischen Umsturz von 2014 nicht anerkannt und ihre Unabhängigkeit ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mindestens 6500 Zivilisten ums Leben gekommen. Seit Februar gilt im Donezbecken eine Waffenruhe.

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    Tags:
    Petro Poroschenko, Lugansk, Donezk, UdSSR, Ukraine