01:11 30 Oktober 2020
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    Um Finanzhilfe von Seiten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu bekommen, ist Kiew bereit, einen allzu hohen Preis zu zahlen, wie der Ex-Premier Nikolai Asarow in seinem Facebook-Account schreibt. Alles werde von „IWF-Kontoristen“ diktiert.

    Die Ende Juli in einem Brief an die IWF-Chefin, Christine Lagarde, vorgetragene Bitte um einen Kredit kommentiert der Politiker auf seiner Facebook-Seite folgendermaßen: „Wenn jemand der Meinung ist, dass die Ukraine ein unabhängiges Land ist und von Poroschenko, Jazenjuk und Ko regiert wird, so irrt er sich gewaltig!“

    „In Wirklichkeit diktieren die Kontoristen der IWF-Mission in Kiew dem ukrainischen Regime von Anfang bis Ende, was und wie es etwas machen darf, welche Gesetze und Entscheidungen es treffen darf und welche nicht.“, schreibt er.

    Das Dokument, das von Präsident Petro Poroschenko, Regierungschef Arseni Jazenjuk, Finanzministerin Natalja Jaresko und Nationalbank-Chefin Valeria Gontarewa unterschrieben wurde, beinhaltet laut Asarow „eine beleidigende, erniedrigende und für das ukrainische Volk vernichtende Verpflichtung", mit dem IWF Vorgespräche über jegliche Maßnahmen in der Finanz- und Wirtschaftspolitik zu führen.

    Die Regierung, so Asarow, habe ein Wirtschaftswachstum geplant. Doch als sie nun einen im Weltmaßstab katastrophalen Abschwung bekommen habe, erklärte sie, dass das Programm erfolgreich umgesetzt werde, obwohl man sagen könnte, dass es erfolgreich vermasselt wird, betont der Politiker.

    „Das ist wohl nicht dasselbe, wie Denkmäler zerstören“, sagte der Politiker in Anspielung auf das von der Obersten Rada (Parlament) verabschiedete Gesetz über das Verbot kommunistischer Symbole.

    „Hier muss auf europäische Art gehandelt werden. Die Tarife sind europäisch, doch die Gehälter und Renten sind wie in Bangladesch“, beteuert er.

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    Tags:
    Natalija Jaresko, IWF, Petro Poroschenko, Valeria Gontarewa, Christine Lagarde, Arsseni Jazenjuk, Nikolai Asarow, Ukraine