07:09 21 November 2017
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    Lebensmittel-Embargo

    Vernichtung verbotener Lebensmittel in Russland entspricht internationaler Praxis

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    Politik
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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    Russlands Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor hat die per Präsidentenerlass angeordnete Vernichtung von Lebensmitteln, für die das russische Lebensmittel-Embargo gilt, mit internationaler Praxis begründet, berichtete das russische Nachrichtenportal Gaseta.ru unter Hinweis auf eine Pressemitteilung der russischen Behörde.

    Als Beispiel führte Rosselchosnadsor die Vernichtung von Schmuggelwaren durch das israelische Landwirtschaftsministerium an.

    „Die im Präsidentenerlass über die Vernichtung von ‚Sanktionsprodukten‘  vorgesehenen Maßnahmen haben eine Welle von Kritik in den Medien ausgelöst, die auf deren Diskreditierung abzielt.“

    Unter anderem werde versucht, diese Maßnahmen als übermäßig einzustufen und sie so darzustellen, als ob sie sich nicht auf Erfahrungen in der Welt stützen würden.

    Laut der Behörde sei die Vernichtung der eingeschmuggelten Erzeugnisse aber durchaus eine übliche internationale Praxis.

    „Allein in der vorigen Woche haben Inspekteure des israelischen Landwirtschaftsministeriums etwa 500.000 Eier, 700 Kilo Käse und 180 Tonnen Fleisch beschlagnahmt und liquidiert“, so die Mitteilung.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass lediglich 15 Prozent der Russen die Vernichtung der mit Einfuhrverbot belegten Lebensmittel unterstützen.

    Am 29. Juli hatte Präsident Wladimir Putin per Erlass angeordnet, ab dem 6. August jegliche Lebensmittel, die unter Umgehung des Verbots ins Land gelangen, an der Staatsgrenze zu vernichten.

    Diese Maßnahme betrifft Lebensmittel, Konsumwaren und Rohstoffe, die aus den Ländern importiert werden, die Sanktionen gegen Russland verhängt haben.

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    Tags:
    Erlass, Vernichtung, Einfuhrverbot, Sanktionen, Israels Landwirtschaftsministerium, Rosselchosnadsor, Wladimir Putin, Russland, Europa, Israel
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