06:33 12 Dezember 2019
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    Statt Vernichtung: „Sanktionsprodukte“ aus fünf Ländern werden nach Hause geschickt

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    Lebensmittel aus Albanien, Montenegro, Island, Lichtenstein und der Ukraine, auf die jüngst das russische Embargo erweitert wurde, werden künftig nicht vernichtet – die beladenen LKW werden an der Grenze umgedreht und zurückgeschickt, wie ein Sprecher der russischen Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor der Zeitung „Rossijskaja Gaseta" mitteilte.

    „Technisch gesehen werden die Erzeugnisse, die aus den unter die russischen Gegen-Sanktionen fallenden Ländern stammen, an der Grenze umgedreht“, sagte er. Es werde keine Vernichtung von Lebensmitteln aus diesen Ländern erwogen, fügte er hinzu.

    Zuvor war berichtet worden, dass Russland das Lebensmittel-Embargo auf fünf weitere Länder erweitert hat. Das Einfuhrverbot gilt nunmehr auch für Albanien, Montenegro, Island, Liechtenstein und die Ukraine.

    Russland hatte im August 2014 – als Antwort auf westliche Sanktionen – die Einfuhr diverser Lebensmittel aus der EU, Norwegen, den USA, Kanada und Australien verboten. Betroffen sind in erster Linie Fleisch, Wurst, Fisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte. Am 25. Juni dieses Jahres beschloss die russische Regierung, ihre Lebensmittelsanktionen um ein Jahr – bis zum 5. August 2016 – zu verlängern. Das sei eine Antwort auf die Entscheidung der EU, ihre Russland-Sanktionen bis zum 31. Januar 2016 zu prolongieren, hieß es in Moskau.

    Am 29. Juli ordnete Präsident Wladimir Putin per Erlass an, jegliche Lebensmittel, die unter Umgehung des Verbots in das Land gelangen, ab dem 6. August an der Staatsgrenze zu vernichten. Diese Maßnahme soll die wirtschaftlichen Interessen Russlands schützen.

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    Tags:
    Lebensmittel, Fisch, Fleisch, Wurst, Käse, Sanktionen, Wladimir Putin, Russland, Ukraine, Liechtenstein, Montenegro, Albanien, Island