01:32 06 August 2020
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    Die Ukraine hat vor mehr als einem Jahr ein ambitiöses Projekt zur Errichtung einer „Mauer“ an der Grenze zu Russland angekündigt, gegenwärtig sind aber nur auf einem kleinen Grenzabschnitt Befestigungen entstanden, wie die Agentur France Press berichtet.

    Zurzeit gebe es am Grenzübergang Senkowka im Gebiet Tschernihiw nur wenige Hunderte Meter lange Absperrungen aus Metallnetz. Dabei ist die russisch-ukrainische Grenze fast 2.000 Kilometer lang.

    Premierminister Arseni Jazenjuk rief dazu auf, die Arbeit an dem Projekt unter dem Namen „Europäischer Wall“ weiter fortzusetzen und verwies auf die Notwendigkeit der Einrichtung einer „Hightech-Grenze“.

    Unterdessen zweifeln Analytiker daran, dass die Ukraine den Bau vollenden kann. „Auf kurze Sicht scheint dieses Projekt nicht einfach umsetzbar zu sein, vor allem aus wirtschaftlichen Gründen“, äußerte der ukrainische Politologe Wladimir Fessenko. Dafür seien kolossale Mittel erforderlich, die die Ukraine zurzeit nicht habe.

    Das Projekt sieht den Bau von mit einem elektronischen Überwachungssystem ausgerüsteten Schutzanlagen an der russisch-ukrainischen Grenze bis 2018 vor.

    Die Arbeiten hatten im September 2014 begonnen, der Bau wurde aber wegen mangelnder Finanzierung immer wieder verschoben.

    Zuerst hatte die Ukraine das Projekt auf eine Milliarde US-Dollar eingeschätzt. Obwohl die Kosten später um das Vierfache gekürzt wurden, fehlte jedoch auch dafür die Finanzierung.

    Zur Verzögerung der Umsetzung des Projektes führte auch ein bürokratischer Streit um die Aufsicht über die Arbeiten.

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    Tags:
    Grenze, Wladimir Fessenko, Arsseni Jazenjuk, Russland, Ukraine