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    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)
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    Die Krim wollte bereits vor 20 Jahren ein Referendum über die Selbstbestimmung durchführen. Warum die Volksabstimmung damals nicht zustande kam, erzählt nun Juri Meschkow, der erste und letzte Präsident der Krim, der nach einem Jahr im Amt von der zentralen Regierung in Kiew abgesetzt worden war.

    Meschkow war 1994 mit knapp 73 Prozent der Stimmen zum Krim-Präsidenten gewählt worden. Der studierte Jurist wollte Russisch zur Amtssprache machen, den Rubel als offizielle Währung einführen und kündigte ein Referendum über den Status der Region an. All die Reformen scheiterten am Widerstand Kiews. Meschkow wurde 1995 abgesetzt und vorübergehend verhaftet.

    Die Regierung in Kiew habe schon damals mit allen Mitteln versucht,  die Krim in Chaos zu stürzen, um eine Abtrennung der Halbinsel zu verhindern, erzählt Meschkow in einem Interview des russischen Senders Zvezda. Was nach seiner Absetzung auf der Krim passierte, nennt der 69-Jährige als eine „Besatzung“: Die ukrainische Regierung stationierte Truppen, schaffte das Amt des Krim-Präsidenten ab und transformierte die Republik Krim (seit 1992) zur Autonomen Republik Krim mit weniger Selbständigkeiten.

    Meschkow musste aus seiner Heimat Krim fliehen und durfte erst nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland im März 2014 zurückkehren.

    Die Krim hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „schenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 blieb die von Russen dominierte Krim automatisch in der Ukraine.

    In den Folgejahren kam es auf der Krim immer wieder zu Protesten gegen den Kurs der Regierung zur Annäherung an die USA und die Nato. So wurden Matrosen der US-Fregatte "Dallas", die im September 2008 Sewastopol besuchte, von der Bevölkerung daran gehindert, das Schiff zu verlassen. Zwei Monate später konnte die USS Mount Whitney wegen Protesten erst im zweiten Anlauf in Sewastopol anlegen.

    Am 16. März 2014 stimmte die Krim-Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation. Zwei Tage später unterzeichneten der russische Präsident Wladimir Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte. Die Regierung in Kiew betrachtet die Krim noch immer als ihr Gebiet.

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    Tags:
    Referendum, NATO, Wladimir Putin, Juri Meschkow, Viktor Janukowitsch, Nikita Chruschtschow, USA, Russland, Ukraine, Krim