04:59 25 November 2017
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    Freiheitsstatue in New York

    Appell aus Deutschland: Imperiale US-Politik gegen Russland stoppen

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    Politik
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    Die akute Gefahr des Dritten Weltkriegs stoppen – ruft die Bürgergesellschaft Solidarität (BüSo) in ihrem jüngsten Appel auf. Es sei nicht mehr ein kalter, sondern ein heißer Krieg im Gange, meint Elke Fimmen, Vizevorsitzende der Organisation.

    1914 rutschte die Welt schlafwandlerisch in die Katastrophe. Mit dem heutigen nuklearen Waffenarsenal, mit dem sich die Menschheit dutzende Male auslöschen lässt, nähert sich die Welt schlafwandlerisch dem Abgrund, heißt es im Aufruf der Bürgerrechtsbewegung für Solidarität.

    Der Abgrund – ein dritter Weltkrieg – wäre die Zerstörung der Zivilisation, sagt Elke Fimmen im Interview für Sputniknews. „Im Unterschied zum Kalten Krieg damals und selbst zur Kuba-Krise haben wir heute in den Vereinigten Staaten eine Regierung dran, die eine imperiale Geopolitik macht, eine Politik gegen Russland, gegen China und die eigentlich nur alles tut, um ein Bankrott des transatlantischen Finanzsystems zu verteidigen“, erklärt sie.

    „Das US-Schlepptau loswerden“

    Das große Problem sei heute eigentlich, dass es eine Vielzahl von Krisen gebe, die aber alle damit eine Intention haben, von geopolitischer Konfrontation gegen Russland einerseits, aber auch gegen die BRICS-Dynamik, „die eigentlich eine neue Weltordnung basierend auf Entwicklung und gemeinsamer Kooperation aufbauen sollen“, so Fimmen.

    Mit ihrem internationalen Aufruf wolle die Büso eine Debatte über diese Gefahr erzeugen: „Wir verlangen von der deutschen Regierung alles zu tun, dass man nicht im Schlepptau von Großbritannien und den USA da in einen dritten Weltkrieg schlafwandelt und sich praktisch zum Kanonenfutter machen lässt. Und natürlich nicht nur Deutschland, sondern Europa und die ganze Welt. Aber wir sind hier in Deutschland, und Deutschland hat eine besondere Verantwortung. Wir können die Situation rumreißen, wenn Deutschland eigene Politik machen würde und sagen würde: „Wir machen da nicht mehr mit“. Dann hätte das so einen entsprechenden wichtigen Effekt in Europa und auch auf die Kräfte in Amerika, die diese imperiale Politik der Obama-Regierung stoppen wollen.“    

    Dem Kriegsrad in die Speichen fallen

    Fimmen zufolge sei es entscheidend, dass man in die Lage interveniere, statt auf die „Atomkriegsuhr“ zu schauen.  „Diese Nato-Manöver sind extrem gefährlich. Da soll der Einsatz von Nuklearwaffen auch geprobt werden. In Deutschland sind Nuklearwaffen gespeichert vonseiten der USA. Und wir sind eine Zielscheibe. Wie es mal Dietrich Bonhoeffer gesagt hat, man muss dem Rad, das scheinbar immer weiterläuft, in die Speichen fallen und intervenieren. Und das ist das, worum es jetzt geht. Wir haben schon Protest in Deutschland. Leute wachen auf, aber wir müssen riesengroße Mobilisierung starten, so wie in den 80er Jahren“, sagt die Büso-Aktivistin.

    „Freundschaft mit Russland ist in deutschem Eigeninteresse“

    „Ein absoluter Schlüssel dafür, dass wir auch einen Baustein haben, um wieder in eine friedliche Welt zu kommen, ist die auf allen Ebenen verlaufende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland“, betont Fimmen. Die Bundesregierung müsse sofort die Sanktionen gegen Russland aufheben, der Vertrag zur Stationierung ausländischer Truppen in Deutschland müsse aufgekündigt werden. „Wir müssen die Lagerung von taktischen Nuklearwaffen in Deutschland beenden und wir brauchen eine breite Bewegung für den Frieden auf den Straßen“, fügt sie hinzu.

    „Ich glaube, in Deutschland ist es eigentlich unumstritten und – da darf man der Medienpropaganda nicht glauben, dass man zwischen Deutschland und Russland gute Beziehungen hat, damit wir unbedingt wieder zu ganz klaren, gutfreundschaftlichen Beziehungen zurückkehren. Und das ist in deutschem Eigeninteresse. Nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch, humanitär“, sagt Fimmen.

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    Tags:
    Zusammenarbeit, Atomwaffen, BRICS, Elke Fimmen, Russland, Deutschland, USA