10:47 01 Oktober 2020
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    Weißrussland muss laut Präsident Alexander Lukaschenko die südliche Grenze verstärken, um ein Eindringen „unerwünschter Elemente“ aus dem Kriegsland Ukraine zu verhindern.

    „Wir machen kein Hehl daraus, dass wir unsere südlichen Grenzen verstärken müssen“, sagte Lukaschenko am Dienstag bei einem Treffen mit Sicherheitsratssekretär Stanislaw Sassja. Weißrussland fürchte keinen Überfall aus der Ukraine, wolle jedoch verhindern, dass Militante und Waffen aus dem unruhigen Nachbarland nach Weißrussland durchsickern, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Belta Lukaschenko.

    Im Osten der Ukraine dauern seit April 2014 Kämpfe zwischen Regierungstruppen und örtlichen Milizen. Der Auslöser des Konfliktes war der nationalistisch geprägte Umsturz vom Februar 2014 in Kiew. Nach der Machtübernahme schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den dubiosen Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Auf der Seite der Regierungsarmee kämpfen mehrere Nationalistenbataillone, darunter auch die Miliz „Rechter Sektor“.

    Im Juli dieses Jahres überfielen schwer bewaffnete Kämpfer des „Rechten Sektors“ die Stadt Mukatschewe im Westen der Ukraine. Daraufhin verstärkte Ungarn die Grenze zur Ukraine.

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    Tags:
    Rechter Sektor, Stanislaw Sassja, Alexander Lukaschenko, Lugansk, Donezk, Ukraine, Weißrussland