08:23 23 August 2017
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    Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum

    Experte: Nato-Übungen sind weitere Provokation gegen Russland

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    Die USA und die Nato versuchen mit ihren umfassenden Luftlande-Manövern Russland zu Gegenhandlungen zu provozieren. Diese Auffassung vertritt der Präsident der russischen Akademie für geopolitische Probleme, Leonid Iwaschow.

    Ihm zufolge kann mit einer neuen Provokation im Rahmen der bevorstehenden Übungen in der Ukraine gerechnet werden.

    In Europa waren am Mittwoch die umfassendsten Luftlande-Übungen seit dem Ende des Kalten Krieges gestartet worden, bei denen mehr als 4.800 Soldaten aus elf Ländern eingesetzt sind. Die Übungen sollen bis zum 13. September dauern.

    Dies sei nur eine Übung aus einer ganzen Serie militärischer Veranstaltungen der USA und der Nato in diesem Jahr, ihr würden weitere Manöver in der Ukraine folgen, so der Experte. „Der gesamte Komplex dieser Übungen und Veranstaltungen zur Aufstockung der Kampfstärke spricht dafür, dass die Nato-Mitglieder, vor allem die USA, sich auf etwas Ernstes vorbereiten und versuchen, Russland zu provozieren“, so Iwaschow.

    Der Experte verwies darauf, dass die USA bereits in diesem Jahr gemeinsame Seekriegsübungen mit Georgien durchgeführt und an den Manövern Baltops im Baltikum teilgenommen haben. Laut Iwaschow sind an der nordwestlichen Grenze Russlands bereits sechs operative Nato-Basen stationiert.

    „Die Versuche, Russland zu Gegenhandlungen in der Ukraine, in Tiraspol (Transnistrien – d. Red.) und im Gebiet Kaliningrad zu provozieren, sprechen dafür, dass die Nato-Kräfte auf einen Vorwand warten, um einen bewaffneten Konflikt zu entfesseln“, so der Experte.

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    Tags:
    Soldaten, NATO, Leonid Iwaschow, USA, Russland, Ukraine
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