04:47 21 August 2017
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    Situation in Donbass

    Ukrainische Truppen im Donbass auf 70.000 Mann verdreifacht

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    Politik
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    Die Ukraine stockt das Militäraufgebot im Donezbecken weiter auf. Seit Beginn der Waffenruhe im Februar hat sich die zahlenmäßige Stärke der Regierungstruppen im Kampfgebiet nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew bereits mehr als verdreifacht.

    „In diesem Augenblick befinden sich rund 70.000 Soldaten an der Front“, bestätigte Juri Birjukow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, am Mittwoch im Gespräch mit dem Fernsehsender Hromadske.tv. Bei dieser Zahl handle es sich „allein um Angehörige der Streitkräfte“.

    Auf der Seite der Regierungstruppen kämpfen zudem die Nationalgarde, so genannte Freiwilligenbataillone  aber auch die Nationalistenmiliz „Rechter Sektor“ gegen die abtrünnigen Volksrepubliken Donezk und Lugansk.

    Bei den Gefechten zwischen den Kiew-treuen Verbänden und den örtlichen Bürgermilizen, die im April 2014 begonnen hatten, sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 6.800 Zivilisten ums Leben gekommen. Im Februar dieses Jahres einigten sich die Konfliktgegner auf eine Waffenruhe und einen beiderseitigen Waffenabzug.

    Zu jenem Zeitpunkt befanden sich 22.000 ukrainische Soldaten im Kampfgebiet. Schon vier Monate später teilte Präsident Petro Poroschenko mit, dass das Truppenaufgebot auf 55.000 Mann verdoppelt worden sei. Mitte Juli berichtete Poroschenko schon von 64.000 Soldaten im Donezbecken.

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    Waffenruhe, Petro Poroschenko, Kiew, Donezk, Ukraine, Donbass