14:35 28 Oktober 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Die illegalen Zuwanderer, die sich zum Islam bekennen, beabsichtigen nicht, sich in der Slowakei niederzulassen, sie bevorzugen Länder, wo es größeren muslimische Gemeinden gibt, sagte der Sprecher des slowakischen Innenministeriums, Ivan Netik, am Donnerstag zu Journalisten.

    Dem Sprecher zufolge nutzen solche Migranten das Territorium der Slowakei vorwiegend als Transitmöglichkeit und reisen in die Staaten Westeuropas weiter, wo es größere muslimische Gemeinschaften gibt.

    Die Slowakei sei für die Flüchtlinge aus der dritten Welt kaum attraktiv, denn es gebe dort keine etablierte muslimische Gemeinschaft, ja nicht einmal eine Moschee. Laut Netik leben zurzeit insgesamt rund 2.000 Muslime im Land.

    Für eine bessere Anpassung der Migranten an das hiesige Milieu hat die Regierung der Republik angekündigt, im Rahmen des Solidaritätsplans der EU-Länder in den nächsten beiden Jahren christliche Flüchtlinge aufzunehmen, und zwar 200 syrische Bürger sowie je 100 Menschen aus Flüchtlingslagern in südeuropäischen Ländern und in Jordanien.

    Die ersten syrischen Familien sollen Ende dieses Jahres in der Slowakei eintreffen, so Netik. Gleich nach der Ankunft der Flüchtlinge würden Maßnahmen zu ihrer Eingliederung in die slowakische Gesellschaft eingeleitet. Die slowakische katholische Kirche solle aktiv daran mitwirken, so der Sprecher.

    Angesichts des massiven Andranges von Flüchtlingen in Österreich hat sich die Slowakei bereit erklärt, vorübergehend einen Teil der Migranten aufzunehmen, bis Wien über Asylanträge entscheidet.

    Eine diesbezügliche Absichtserklärung hat der slowakische Innenminister Robert Kalinak mit seiner österreichischen Amtskollegin Johanna Mikl-Leitner unterzeichnet.

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    Islam, Migranten, EU, Österreich, Slowakei