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    Donezk: „Ukraine ist auf Heizperiode nicht vorbereitet“

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    Politik
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    Lage im Donbass (285)
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    Die Ukraine hat im vergangenen Monat von der für die Heizperiode erforderlichen monatlichen Menge von einer Million Tonnen Kohle lediglich 350.000 Tonnen aus dem Donbass bekommen, wie Semjon Kusmenko, Verkehrsminister der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, mitgeteilt hat.

    „In diesem Sommer hat die Ukraine keine Kohlenvorräte gehortet. Die Ukraine benötigt eine Million Tonnen pro Monat, um auf die Heizperiode vorbereitet zu sein. Im vergangenen Monat hat die Ukraine 350.000 Tonnen erhalten. Sie tritt unvorbereitet in die Heizperiode ein“, sagte Kusmenko.

    Nach seinen Worten werden Kohlen-Lieferungen in die Ukraine durch die Kiewer Handlungen nur erschwert. Er verwies unter anderem auf den ständigen Beschuss der einzig verwendbaren Eisenbahnstrecke und auf das Verbot für Brennstoff-Lieferungen für den Eisenbahnverkehr.

    Nach Angaben von Ministerpräsident Arseni Jazenjuk braucht die Ukraine für die Herbst-Winter-Periode nach einem positiven Szenario etwa sieben Millionen Tonnen Kohlen, bei einem negativen wären es jedoch elf Millionen Tonnen.

    Wie der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin zuvor mitgeteilt hatte, werde die Ukraine während der Vorbereitung auf die bevorstehende Heizperiode von allen möglichen Lieferanten, darunter auch von Russland, Kohle kaufen müssen. Derzeit wird bei der Südafrikanischen Republik gekauft. Nach Angaben des Ministers von Anfang August betragen die Kohlenvorräte anderthalb Millionen Tonnen. Es sei geplant, vor dem Beginn der Heizperiode weitere drei Millionen Tonnen zu beschaffen.

    Wegen des Donbass-Konfliktes hat die Ukraine die meisten ihren Kohlenminen eingebüßt. Auf den Territorien, die nicht mehr von Kiew kontrolliert werden, liegen die einträglichsten Minen, während die Bergwerke, die unter der Kontrolle der ukrainischen Behörden stehen, die unwirtschaftliche Gaskohle produzieren. Viele dieser Werke sind verlustbringend und sollen daher schrittweise geschlossen werden.

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    Arsseni Jazenjuk, Donezk, Ukraine, Donbass