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    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)
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    Nach dem Umsturz 2014 hat die neue Führung in Kiew die USA um militärische Hilfe gebeten, um Truppen gegen die russischen Soldaten auf der Krim einzusetzen und eine Abtrennung der Halbinsel zu verhindern. Doch Washington erteilte eine Absage.

    „Die Übergangsregierung in Kiew machten sich darüber Gedanken, ob es sich lohnen würde, gegen die russischen Soldaten auf der Halbinsel militärische Gewalt anzuwenden“, meldet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Quellen in der US-Administration. Zuerst habe Kiew aber sondieren wollen, ob und wie die USA einen Truppeneinsatz auf der Krim unterstützen würden.

    Die Regierung in Kiew sei davon ausgegangen, dass eine Krim-Operation nur „mit schneller und bedeutender Hilfe aus den USA“ Erfolg haben könnte, deshalb habe sie nach militärischer Hilfe gefragt. Doch das Weiße Haus habe von Gewalt abgeraten. Ähnliche Signale habe Kiew auch aus der EU empfangen.

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    Für die Absage Washingtons habe es mehrere Gründe gegeben, so Bloomberg weiter. Darunter der „Übergangsstatus“ der neuen Machthaber in Kiew, die „Unfähigkeit der ukrainischen Armee, den Russen zu widerstehen“, sowie die „fehlende Klarheit darüber, was auf der Krim passierte“. Die US-Administration sei von den Krim-Ereignissen überrumpelt worden. Die amerikanischen Geheimdienstanalytiker hielten die Entwicklung bis zum letzten Moment für einen Bluff.

    Die Krim war im März vergangenen Jahren – nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine – wieder zu Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum dafür mehrheitlich gestimmt hatte. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte. Die neue ukrainische Regierung betrachtet die Krim noch immer als ihr Gebiet und verspricht, die Halbinsel zurückzuholen.

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    Kiew, USA, Krim