20:32 06 Juni 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Korea-Konflikt flammt wieder auf (142)
    20891
    Abonnieren

    Die USA und Südkorea erörtern eine mögliche Verlegung US-amerikanischer strategischer Bomber vom Typ B-52 und eines Atom-U-Bootes in den Süden der Koreanischen Halbinsel, wie die Agentur Yonhap am Montag meldete.

    Die Situation auf der Koreanischen Halbinsel hat sich am vergangenen Donnerstag zugespitzt, nachdem Südkorea einen Artilleriebeschuss ihres Territoriums von Nordkorea aus gemeldet hatte.

    Als Reaktion darauf gab die südkoreanische Artillerie nahezu 30 Schüsse gegen die Feuerquelle des Gegners ab.

    Seinerseits berichtete Nordkorea von einem grundlosen Beschuss durch Südkorea. Somit beschuldigen  beide Seiten einander der Provokation und drohen mit Vergeltung.

    Laut der Agentur erklärte der amtliche Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, Kim Min Seok, gegenüber Journalisten in Seoul, dass Südkorea und die USA im Zusammenhang mit der Krisensituation auf der Koreanischen Halbinsel „den Termin für die Verlegung US-amerikanischer strategischer Kräfte besprechen“.

    Um welche Waffen es geht, präzisierte der Sprecher nicht.

    Nach Angaben der Agentur kann es sich um Bomber des Typs B-52 handeln, die auf Pjöngjang während des Korea-Krieges 1950-1953 Bomben abgeworfen hatten, sowie um Atom-U-Boote vom japanischen Marinestützpunkt Yokosuka.

    Diese Waffen sollen bei der südkoreanisch-amerikanischen Militärübung „Ulchi Freedom Guardian 2015“ eingesetzt werden.

    Zuvor hatte die Stationierung der B-52-Bomber und des US-amerikanischen Flugzeugträgers „George Washington“ eine sehr beunruhigende Reaktion bei Nordkorea hervorgerufen.

    „Wir verfolgen eine erhöhte Bereitschaft zur Eindämmung der nordkoreanischen Provokationen“, sagte Kim Min Seok.

    Am selben Tag noch präzisierte die Agentur, die Verlegung strategischer US-Waffen auf die Koreanische Halbinsel müsse „den Grad des militärischen Drucks auf Nordkorea entschieden erhöhen“.

    Diese Waffen seien dazu fähig, „militärische, politische und wirtschaftliche Quellen“ des Landes anzugreifen, und ihre Verlegung nach Korea eröffne „neue Entwicklungsperspektiven der gegenwärtigen Situation“, so Yonhap.

    Die USA verstärken ihre Militärpräsenz in Südkorea, weil Nordkorea am Vortag alle Truppengruppierungen nahe der entmilitarisierten Zone entlang der gesamten Frontlinie gestärkt und die meisten von seinen 77 Atom-U-Booten zu Wasser gelassen hatte.

    In der vorigen Woche hatte Pjöngjang mit der Vernichtung der Lautsprecher und Megafone, die in der entmilitarisierten Zone Propaganda-Durchsagen verbreiten, gedroht und Südkorea ein Ultimatum gestellt.

    Südkorea lehnte die Forderungen ab, solange sich Nordkorea nicht für die Explosion zweier Minen an der Grenze, durch die zwei südkoreanische Soldaten verstümmelt wurden, entschuldigt. Seinerseits weist Pjöngjang seine Beteiligung an den Anschlägen zurück.

    Gerade diese Differenzen erschweren  die am vergangenen Samstag eingeleiteten Verhandlungen zwischen ranghohen Vertretern von Nord- und Südkorea.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Korea-Konflikt flammt wieder auf (142)

    Zum Thema:

    Abschreckungsmanöver gegen Nordkorea: Jagdjets der USA und Südkoreas im Einsatz
    Nordkorea: „Kriegsvorbereitungen abgeschlossen, Armee wartet auf Angriffsbefehl“
    WHO revidiert ihren Standpunkt zum Tragen von Masken in Corona-Krise
    Menschheit per Mikrochips kontrollieren? Bill Gates reagiert auf Vorwürfe
    Tags:
    George Washington, Bomber B-52, Ulchi Freedom Guardian 2015, Yonhap, Kim Min Seok, USA, Koreanische Halbinsel, Südkorea, Nordkorea