Widgets Magazine
02:17 21 Juli 2019
SNA Radio
    Parade der Sicherheitskräfte in Kiew

    Donezk: Kiew bereit für Offensive

    © REUTERS / Valentyn Ogirenko
    Politik
    Zum Kurzlink
    Lage im Donbass (285)
    87109

    Die ukrainischen Truppen haben ihre Vorbereitungen für eine Donbass-Offensive fast abgeschlossen, wie der Vizestabschef der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, am Montag mitteilte.

    „Die ukrainischen Streitkräfte schließen ihre Vorbereitung zum Vorstoß ab”, sagte er. Es sei nicht auszuschließen, so Bassurin, dass Petro Poroschenko während seines Besuches in Berlin den Befehl für die Offensive erteilen könnte. Dort trifft der ukrainische Staatschef am Montag mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen, um die Lage im Donbass zu behandeln.

    Dem Donezker Vizestabschef zufolge setzt Kiew die Konzentration von Kriegstechnik und Truppen an der Berührungslinie in Donbass fort: Süd-östlich von Artjomowsk seien acht Uragan- und zwei Smertsch-Mehrfachraketenwerfer aufgestellt worden; südlich von Selidowo wären 15 Panzer und in Richtung Netajlowo eine Kolonne aus zehn Militärfahrzeugen gesichtet worden.

    Darüber hinaus ist laut Bassurin ein Bataillon der ukrainischen Nationalgarde in dem Dorf Dmitrowka angekommen.

    „Leider sehen wir die Absicht, durch die ukrainische Marionettenregierung die Tyrannei gegen die freien Menschen vom Donbass fortzusetzen. Doch das Schicksal des Landes hängt vom ukrainischen Volk ab. Lasst nicht zu, dass die Ukraine von den Verbrechern völlig zerstört wird“, appellierte er an die Bürger der Ukraine.

    Vor einer Woche hatte die Donezker Bürgerwehr unter Verweis auf eigene Aufklärungsangaben mitgeteilt, dass die ukrainische Armee neue Feuerstellungen für Haubitzen einrichte. Am Donnerstag berichtete die Lugansker Volkswehr dass die ukrainischen Truppen mit dem Bau von Pontonbrücken über den Sewerny Donez beginnen würden. Laut der Volkswehr könnte das von der Vorbereitung einer Offensive zeugen.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in das Donezbecken (Donbass) geschickt, um dort die Proteste gegen den nationalistisch geprägten Umsturz in Kiew zu unterdrücken. Seit dem Beginn des Konfliktes sind laut UN-Angaben bereits fast 7.000 Menschen ums Leben gekommen.

    Am 12. Februar einigten sich die Konfliktgegner bei Gesprächen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk unter Vermittlung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, des französischen Präsidenten François Hollande und des russischen Staatchefs Wladimir Putin auf eine Waffenruhe, Waffenabzug und weitere Schritte zur Beendigung des Konfliktes (sog. Minsk-II-Abkommen). Das war bereits der zweite Versuch, den seit April 2014 andauernden Krieg zu beenden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Lage im Donbass (285)

    Zum Thema:

    Donezk: Volkswehr ruft ukrainische Soldaten auf, die Seiten zu wechseln
    Donbass: Volksrepubliken wittern ukrainische Offensive
    Lawrow: Merkel und Hollande sollten an ihren Ruf denken
    Diplomat: Kiew konzentriert wieder Kriegstechnik im Donbass
    US-Politologe nennt drei Gründe für mögliche Offensive Kiews gegen Donbass
    Tags:
    Ukrainische Armee, Minsker Abkommen, Petro Poroschenko, François Hollande, Angela Merkel, Eduard Bassurin, Lugansk, Donezk, Ukraine, Donbass