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04:02 18 Oktober 2019
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    Schaden durch russisches Milch-Embargo: Litauen bittet EU um Subvention

    Schaden durch russisches Milch-Embargo: Litauen bittet EU um Subvention

    © REUTERS / Darren Staples
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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    Litauen bittet die EU-Kommission in diesem Jahr um Gewährung von 50 Millionen Euro Finanzhilfe für die Unterstützung der einheimischen Milchproduzenten, die unter dem weltweiten Preisverfall und dem Lebensmittelembargo Russlands leiden, teilte der litauische Premier Algirdas Butkevicius am Montag in Brüssel auf einer Pressekonferenz mit.

    „Wir sind hierhergekommen, um uns mit EU-Kommissar Phil Hogan zu treffen und mit ihm die Situation im Milchsektor Litauens zu erörtern. Wegen der andauernden globalen Preissenkungen und des russischen Embargos durchlebt dieser Sektor im Land sehr schwere Zeiten“, so Butkevicius.

    Nach seinen Angaben ist der Export von Milch und Milcherzeugnissen im ersten Halbjahr 2015 um 34 Prozent (im Jahreswert) zurückgegangen. „Wir bitten heute die EU-Kommission, den litauischen Herstellern von Milcherzeugnissen eine gezielte Hilfe von 50 Millionen Euro im Jahr 2015 zu gewähren“, so der litauische Premier.

    Russland hatte im August 2014 einen Importstopp für Lebensmittel aus den EU-Staaten, Kanada, Australien und Norwegen eingeschränkt, die Sanktionen gegen Russland verhängt hatten. Unter das Embargo vielen unter anderem Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, Meeresprodukte, Obst, Gemüse, Käse und einige andere Milcherzeugnisse sowie Nüsse. Im Juni 2015 hatte Russland als Antwort auf eine Verlängerung der Sanktionen das Einfuhrverbot um ein Jahr – bis zum 5. August 2016 – verlängert.

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    Tags:
    Lebensmittel, Sanktionen, Milch, Phil Hogan, Litauen, Russland