15:29 28 Januar 2020
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    Lage im Donbass (284)
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    Der ukrainische Sicherheits- und Verteidigungsrat behauptet, dass die russischen Truppen eine militärische Infrastruktur für die Sicherstellung einer Offensive gegen die Ukraine vorbereiten würden.

    „Im Osten unseres Landes wird die Aktivität der russischen Armee verstärkt“, sagte der Sekretär des Sicherheits- und Verteidigungsrates, Alexander Turtschinow, am Dienstag.

    Ihm zufolge haben Pioniereinheiten der russischen Streitkräfte an dem Ort, wo die Staatsgrenze zwischen der Ukraine und Russland verläuft, fünf Pontonbrücken über den Fluss Sewerski Donezk geschlagen „sowie Zufahrtswege zu diesen Übergängen eingerichtet“.

    „Auf diese Weise wird eine militärische Infrastruktur gebildet, damit zusätzliche Einheiten russischer Truppen für einen Kampfeinsatz auf das okkupierte Territorium verlegt werden können“, so Turtschinow.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erklärt, Russland habe mindestens 500 Panzer, 400 Artilleriesysteme und 950 gepanzerte Fahrzeuge an die Volksmilizen des Donbass geliefert. Nach seiner Behauptung haben drei russische Panzerkolonnen die Grenze in Richtung Donezk und Lugansk überquert.

    Die ukrainischen Behörden und westliche Staaten haben Russland wiederholt vorgeworfen, sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einzumischen. Moskau wies diese Anschuldigung zurück und erklärte, nicht an dem Ukraine-Konflikt beteiligt zu sein und mit den Ereignissen im Südosten der Ukraine nichts zu tun zu haben. Russland sei nur daran interessiert, dass die Ukraine ihre politische und wirtschaftliche Krise überwindet, hieß es.

    Wie Experten auf Anfrage der Agentur Sputniknews sagten, sind die Informationen über die Lieferung russischer Panzer in die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk unverhohlene Lügen, weil die von Poroschenko genannten Zahlen allen offensichtlichen Fakten widersprechen.

    Das russische Verteidigungsministerium hat wiederholt die Informationen über die Lieferung von Militärgerät und Munition sowie über sonstige Hilfe für die ostukrainischen Volksmilizen zurückgewiesen. Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow dazu äußerte, ist die Behauptung über eine Präsenz russischer Soldaten im Donbass unbewiesen.

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