13:55 18 Februar 2020
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    Bei einer Kundgebung vor dem Kiewer Migrationsamt forderten ausländische Soldaten, die im Donbass-Konflikt auf der Seite der ukrainischen Armee kämpfen, die ukrainische Staatsbürgerschaft. Das berichtet am Freitag der Fernsehkanal „112 Ukraina“.

    „Vor dem Migrationsamt befinden sich momentan etwa 10 freiwillige Söldner, doch es werden noch weitere dazukommen“, berichtet der Kanal. „Sie haben sich hier versammelt, damit ihnen entweder die Staatsbürgerschaft oder der Aufenthaltstitel in der Ukraine erteilt werden. Sobald alle Kämpfer zusammenkommen, werden ihre Forderungen an das Migrationsamt übergeben“, berichtet der Kanal.

    Nach Angaben des Pressedienstes des extremistischen Rechten Sektors, halten sich auch Mitglieder ihrer eigenen Organisation vor dem Amtsgebäude auf. „In diesen Minuten versuchen wir herauszufinden, wieso unseren ausländischen Blutsbrüdern die ukrainische Staatsbürgerschaft nicht erteilt wird“, heißt es in dem Bericht. Auch der Rechter Sektor sei zu Besuch beim Migrationsamt.

    Noch im Dezember 2014 hatte der ukrainische Präsident Poroschenko bei einer Rede in der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament)  allen Freiwilligen, die an den Kampfhandlungen in der Ostukraine auf Seiten Kiews teilnehmen, die Staatsbürgerschaft versprochen.

    Zuvor, im April 2014, hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden gewesen waren. UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konflikts bereits fast 7.000 Menschen ums Leben gekommen.

    Die Lösung des Konflikts im Donbass wird unter anderem bei den Treffen der Kontaktgruppe in Minsk besprochen, die seit September vorigen Jahres bereits drei Dokumente zur Beilegung des Konflikts verabschiedet hat.

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    Tags:
    Konflikt, Staatsbürgerschaft, Söldner, Ausländer, Rechter Sektor, Petro Poroschenko, Kiew, Donezk, Ukraine, Donbass