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15:13 14 Oktober 2019
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    Sorena Sattari

    Irans Vizepräsident: Folgen westlicher Sanktionen lassen sich nicht vergessen

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    Atomstreit mit Iran (137)
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    Nachdem ein historisches, internationales Abkommen mit dem Iran über dessen Atomprogramm erreicht worden war, haben westliche Unternehmen aktiv mit der Erschließung des iranischen Marktes begonnen. Dabei hat Teheran die schweren Folgen der Sanktionen noch nicht vergessen, sagte der iranische Vizepräsident Sorena Sattari der Zeitung „Kommersant“.

    „…Wir dürfen die Vergangenheit nicht vergessen. Ich spreche davon, was unser Volk in der Vergangenheit wegen der Folgen des Sanktionenregimes ertragen musste“, so Sattari. Er führte als Beispiel an, dass kurz nach der Verhängung der Banken-Sanktionen ein Mangel an Medikamenten entstanden war. „Es gab keine Behandlungsmittel für die Kranken mehr, das vergisst man nicht so schnell“, so der Vizepräsident.

    „Nach der Sanktionszeit muss jedes Unternehmen, das mit dem Iran zusammenarbeiten will, in unser Land eine von beiden Bedingungen mitbringen – Geld oder Technologien“, betonte Sattari.

    „Wir werden die Fehler, die wir in der Vergangenheit begangen haben, nicht wiederholen. Das bedeutet, dass wir Erdöl nicht einfach verkaufen werden, um Erzeugnisse anderer Länder für das erwirtschaftete Geld zu kaufen“, sagte er weiter. Das sei „eine prinzipielle Position“ Teherans.

    Der Iran und die vermittelnde internationale „Sechsergruppe“ hatten eine historische Einigung über die Beilegung des langjährigen iranischen Atomstreits erreicht. Die Verhandlungen endeten mit der Annahme eines gemeinsamen umfassenden Aktionsplanes, bei dessen Umsetzung durch den Iran die gegen das Land verhängten Wirtschafts- und Finanzsanktionen des UN-Sicherheitsrates, der USA und der EU aufgehoben werden.

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    Sanktionen, EU, UN-Sicherheitsrat, Sorena Sattari, USA, Iran