20:45 24 Juni 2018
SNA Radio
    Belgrad-Einwohner während der Reise von Wladimir Putin in Serbien (Oktober 2014)

    Wachsende prorussische Stimmungen auf dem Balkan für EU gefährlich - Medien

    © Sputnik / Sergei Guneev
    Politik
    Zum Kurzlink
    3425295

    Vom strategischen Standpunkt aus ist die EU gezwungen, den Beitritt der Kandidatenländer zu beschleunigen, wie die britische Wochenzeitschrift „The Economist“ schreibt.

    Als eine der Ursachen dafür bezeichnete der Minister für Europäische Integration des Kosovo, Bekim Çollaku, in einem Interview für die Zeitung die wachsenden prorussischen Stimmungen auf dem Balkan.

    Obwohl die Erweiterung der EU bei den Mitgliedsstaaten der Union Unzufriedenheit hervorrufe, würde eine Verzögerung „zu teuer sein“.

    Seit dem Ende des Balkan-Krieges im Jahr 1999 sei gerade der Beitritt der Länder der Region zur EU eine akute Frage.

    Albanien, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien seien auf dem Wege zur europäischen Familie stecken geblieben.

    Wie die Zeitung schreibt, werden die Balkan-Länder in letzter Zeit nicht aus Brüssel, sondern aus Berlin angewiesen.

    Ein Diplomat sagte der Zeitung, dass „die EU-Kommission nichts auf dem Balkan tut, bis sie aus Berlin Hinweise bekommen hat“.

    Ihm zufolge hat sich ein solcher Fortschritt abgezeichnet, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel im Juli Albanien und Bosnien- Herzegowina besucht hatte. Bereits einen Monat später wurde laut dem Diplomaten eine Reihe von Vereinbarungen erzielt, die Probleme der Region betreffen.

    Insbesondere hätten das Kosovo und Serbien eine Reihe von Verträgen, die mehrere Jahre diskutiert worden seien, nicht ohne EU-Hilfe unterzeichnet.

    Zum Thema:

    Wiener Zeitung: USA wollen auch den Balkan von Russland-Freunden „säubern“
    Russland zum Trotz: Merkel will Albanien und Serbien in der EU - Zeitung
    Referendum in Republika Srpska: Neuer Streitpunkt zwischen Russland und dem Westen
    Mazedonien: Déjà-vu auf dem Balkan
    Tags:
    EU, The Economist, Angela Merkel, Serbien, Russland, Montenegro, Albanien, Kosovo, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren