17:03 24 Juni 2018
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    Ex-Kanzler Gerhard Schröder

    Altkanzler Schröder: Deutschland braucht Zuwanderer für das Sozialsystem

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Europa braucht nach Ansicht des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder keine neuen Eisernen Vorhänge, sondern eine moderne Zuwanderungspolitik, wie die „Welt am Sonntag“ geschrieben hat.

    „Wir dürfen diese Migration in und nach Europa nicht durch neue Eiserne Vorhänge zu verhindern versuchen. Stattdessen müssen wir sie steuern, müssen integrieren und müssen Perspektiven in den Herkunftsländern schaffen“, so Schröder.

    Dem Altkanzler zufolge wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Deutschland stark schrumpfen, daher sei „eine Einwanderung in unser Sozialsystem“ erforderlich, damit Renten auch in der Zukunft finanziert werden könnten.

    In diesem Zusammenhang spricht sich Schröder für eine Legalisierung der Zuwanderung aus, denn „nur in der Legalisierung der Zuwanderung besteht die Chance, diese kontrolliert zu halten“.

    Zusammenfassend fordert Schröder eine „Agenda 2020“ für eine „moderne Zuwanderungspolitik“.

    Zuvor hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière mitgeteilt, dass in diesem Jahr bis zu 800.000 Flüchtlinge und Migranten in Deutschland erwartet werden. Nach seinen Worten ist diese Zahl vier Mal so hoch wie im Jahr 2014.

    Nach EU-Angaben sind zwischen Januar und Juli 2015 etwa 340.000 Zuwanderer in der Europäischen Union eingetroffen. Dabei seien bereits mehr als 2.500 Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten seit Anfang des Jahres auf dem Weg nach Europa ums Leben gekommen.

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    Migrationsproblem in Europa (1281)

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    Tags:
    Migranten, EU, Gerhard Schröder, Deutschland
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