20:23 24 Juni 2019
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    Parlamentarierin: Kiew wirkt mit neuer Militärdoktrin nicht adäquat

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    Politik
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    Der Entwurf einer neuen Militärdoktrin der Ukraine, in der Russland als Hauptgegner bezeichnet wird, zeugt davon, dass die ukrainischen Machthaber absolut nicht adäquat sind, erklärte die Chefin des Sicherheitsausschusses der russischen Staatsduma, Irina Jarowaja, am Dienstag.

    „Bei dem Entwurf der neuen Militärdoktrin handelt es sich nicht um ein Dokument über die nationale Sicherheit, sondern um eine aggressive Herausforderung und um einen Beweis dafür, dass die Kiewer Machthaber nicht adäquat sind“, sagte Jarowaja vor der Presse in Moskau. Am gleichen Tag hatte der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk in Odessa gesagt, Russland sei in dem Dokument als „Gegner und Aggressor“ eingestuft.

    „Leider verliert die Ukraine auf Verschulden jener, die sich durch Gewalt an die Macht geputscht haben, den Rest ihrer rechtlichen Kultur und des gesunden Verstandes, indem das Land eine marginale staatliche Politik betreibt. Die sogenannte Militärdoktrin der ‚Kriegsbesessenheit‘ ist ein weiterer Beweis dafür“, fuhr Jarowaja fort.

    Der Parlamentarierin zufolge werden undurchdachte Erklärungen das Wichtigste aber nicht ändern können: „Die Ukrainer bleiben für Russland ein Brudervolk.“

    Der Vizefraktionschef der Regierungspartei Geeintes Russland, Franz Klinzewitsch, verglich die Ukraine mit einem Doppeldrachen. „Ein Kopf dieses Drachens ersuchte Russland in einer Kabinettssitzung vom 28. August um eine Umschuldung der Verbindlichkeiten von drei Milliarden US-Dollar und um die Abschreibung von 20 Prozent der Schulden. Der andere Kopf stuft Russland im Entwurf der neuen Militärdoktrin als Gegner und Aggressor ein. Dabei quatschen die beiden Köpfe mit der Stimme von Regierungschef Arseni Jazenjuk“, sagte Klinzewitsch.

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    Tags:
    Militärdoktrin, Arsseni Jazenjuk, Irina Jarowaja, Ukraine, Russland