20:47 12 Dezember 2019
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    Nach Erweiterung der US-Sanktionsliste: Moskau verheißt USA Bumerang-Effekt

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    Das russische Außenministerium sieht in der Erweiterung der US-Sanktionslisten um weitere russische Unternehmen das Aufdrängen eines inakzeptablen „Verhaltensmusters“, wie es auf der Webseite des Außenamtes heißt.

    „Washington lässt sich keineswegs von der Sorge um die Entspannung in Konfliktherden leiten, sondern von seinem Ärger angesichts der selbstständigen Haltung Russlands in der Weltarena, von dem Wunsch, uns für die strikte Einhaltung der nationalen Interessen und für die Wahl der Bewohner der Krim und von Sewastopol zu „bestrafen“ und damit der russischen Wirtschaft zu schaden“, so die Mitteilung.

    Die „inakzeptable Rhetorik Washingtons übersteigt jedes Maß“, was die Stabilität in der Welt infrage stelle, unterstrich die Behörde. Ferner wurde in der Mitteilung betont, dass die Situation „einen Bumerang-Effekt für die amerikanischen Interessen“ herbeiführen werde.

    „Gegenmaßnahmen, die nicht unbedingt spiegelgleich ausfallen, werden von unserer Seite folgen“, betonte man im russischen Außenamt.

    Früher wurde berichtet, dass das US-Handelsministerium weitere russische Unternehmen auf die Sanktionsliste gesetzt hatte. Als Grund wurden Verstöße gegen das Gesetz über die Nichtlieferung von Kernwaffen an den Irak, Nordkorea und Syrien angegeben.

    Auf der neuen Liste stehen die Unternehmen Neft-aktiv, Vankorneft, Orenburgneft, mehrere Erdölraffinerien aus den russischen Großstädten Sysran, Atschinsk, Angarsk und Nowokuibyschewsk, der Ischmasch-Konzern in Ischewsk und viele andere mehr.

    Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängte der Westen Sanktionen gegen bestimmte russische Politiker, Geschäftsleute und eine Reihe von Unternehmen. Bei den Strafmaßnahmen im Öl- und Gasbereich geht es um finanzielle und technologische Einschränkungen. Auf der Liste der Finanzsanktionen stehen Rosneft, Gazprom Neft, Transneft und Novatek. Das letztere Unternehmen steht nur auf der US-Liste, die anderen sind aber auch auf der EU-Liste gelandet. Diesen Unternehmen ist der Zugang zu den westlichen Kapitalmärkten untersagt. Auf der technologischen Sanktionsliste der USA stehen Rosneft, Gazprom, Gazprom Neft, Lukoil und Surgutneftegaz.

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    Sanktionen, Erdöl, Erdgas, Gazprom, Transneft, US-Handelsministerium, Surgutneftegaz, NOVATEK, Gazprom Neft, Rosneft, LUKoil, USA, Russland, Krim