23:21 23 August 2017
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    US-Außenamt: IS-Gasangriffe unterstreichen Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung

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    Der IS hat sich jüngst zu Chemiewaffen-Angriffen in Syrien und Irak bekannt. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer diplomatischen Beilegung der syrischen Krise, wie der Sprecher des US-Außenministeriums Noel Clay in einem Gespräch mit Sputnik sagte.

    Im Jahr 2013 hatten die USA die Armee Assads der Durchführung von Giftgasangriffen beschuldigt, die in der Region Ghuta stattgefunden hatten. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, hatte damals seinen Entschluss zu einem Militäreinsatz gegen die Armee Assads bekannt gegeben. Danach stellte sich jedoch heraus, dass die chemischen Kampfstoffe von Rebellen gegen die Regierungstruppen eingesetzt worden waren, und nicht umgekehrt.

    „Die Behauptungen des IS sind eine gewaltige Mahnung an die internationale Gemeinschaft über die  Bedrohungen durch das anhaltende Chaos in Syrien und die dringende Notwendigkeit, eine diplomatische Lösung im syrischen Konflikt zu erreichen", so Clay.

    Die US-Behörden hätten vor kurzem Berichte gesehen, wonach der Islamische Staat im Irak und in Syrien angeblich Giftgase eingesetzt habe, die, vergleichbar mit starken Verbrennungen oder Verätzungen, große und schmerzende Blasen auf der Haut hervorriefen. Falls dies der Wahrheit entspreche, so Clay, sei dies eine „eklatante Missachtung der internationalen Standards und Normen“.

    Am Freitag hatten im russischen Außenministerium Verhandlungen zwischen dem US-Sondergesandten für Syrien, Michael Ratney, und russischen Diplomaten, darunter Vizeaußenminister Michail Bodganow, stattgefunden.

    Nach dem Treffen gab das US-Außenministerium eine Sondererklärung ab, in der es erneut seine Sichtweise der Regelung des Syrien-Konfliktes darlegte, wonach der Rücktritt von Syriens Präsident Baschar al-Assad ein wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei.

    Seit März 2011 dauert in Syrien ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben bisher mehr als 200.000 Menschenleben gefordert hat. Den Regierungstruppen stehen islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören.

    Die bedeutendsten dieser Gruppierungen sind die Terrororganisation Islamischer Staat, die am 29. Juni 2014 ein „islamisches Kalifat“ auf den von ihr kontrollierten Territorien ausgerufen hat, und die Rebellengruppe Dschabhat al-Nusra.

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    Terrormiliz Daesh, US-Außenministerium, Dschabhat al-Nusra, Barack Obama, Michail Bodganow, Noel Clay, Baschar al-Assad, USA, Russland, Syrien
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