07:59 14 November 2019
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    Aserbaidschan startet riesige Militärübung mit 65.000 Soldaten

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    Der Kaukasus-Staat Aserbaidschan hat am Sonntag eine große Militärübung begonnen. Rund 65.000 Soldaten wurden alarmiert, um auf Befehl von Staatschef Ilcham Alijew die Kampfbereitschaft aller Teilstreitkräfte zu überprüfen, wie das Verteidigungsministerium in Baku mitteilte.

    „Im Einsatz sind 700 Panzerfahrzeuge, mehr als 500 Raketen- und Artillerieanlagen, 50 Hubschrauber, 20 Schiffe“, hieß es. Das Heer, die Luftwaffe, die Kriegsmarine und die Luftabwehr werden gemeinsam mit Spezialeinheiten Umgruppierung, Gegenoffensive, Einkesselung und Zerschlagung feindlicher Truppen trainieren. Das Manöver soll am 13. September zu Ende gehen.

    Kurz vor Beginn der aserbaidschanischen Militärübung hat sich die Lage im Bergkarabach wieder zugespitzt. Am Freitag wurden dort zwei Soldaten der nicht anerkannten Republik Bergkarabach getötet.

    Bergkarabach ist ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt ist. Zu Sowjetzeiten gehörte es zu Aserbaidschan, erklärte sich 1991 für unabhängig, wonach es zu einem blutigen Krieg mit etwa 30.000 Toten und einer Million Flüchtlingen kam. Aserbaidschan verlor dabei die Kontrolle über Bergkarabach und sieben anliegende Regionen. Der Streit belastet die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien, das sich für Bergkarabach einsetzt. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in den Beziehungen zwischen den südkaukasischen Staaten, obwohl sich die USA, Russland und Frankreich seit 1992 um die Beilegung des Konfliktes bemühen.

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    Tags:
    Migranten, Soldaten, Ilcham Alijew, USA, Russland, Aserbaidschan, Armenien