06:15 17 November 2019
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    Migrationsproblem in Europa

    Wagenknecht: USA müssen Kosten für Flüchtlingskrise in Europa mittragen

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    Washington muss die Kosten für die präzedenzlose Flüchtlingskrise, mit der europäische Länder derzeit konfrontiert sind, mittragen, wie die Vorsitzende der Linksfraktion Sahra Wagenknecht Sputnik mitteilte.

    Das wäre mehr als angebracht, so Wagenknecht, wenn die USA, die bis jetzt der Annahme von nur ganz wenigen Migranten zugestimmt haben, zumindest die Kosten für die Flüchtlingskrise mittragen und Finanzhilfe EU-Ländern versichern würden.

    Die aktuellen Flüchtlingsströmen aus konfliktgerissenen Ländern im Mittleren Osten und Norden und in Subsahara-Afrika, die als die größte Menschenbewegung in der Region seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet werden, haben eine ernsthafte Krise in Europa verursacht.

    Viele führende Politiker, einschließlich des russischen Präsidenten Wladimir Putin, haben die fehlerhafte US-Politik im Mittleren Osten und in Afrika für diese Krise verantwortlich gemacht.

    Seit Jahresanfang sind nach Angaben vom EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker etwa 500 000 Migranten nach Europa gekommen, von denen die meisten aus Syrien, Libyen und Eritrea stammen. Am meisten seien davon Griechenland mit 213 000 Flüchtlingen sowie Ungarn (145 000) und Italien (115 000) betroffen.

    Juncker hat die EU-Länder zudem aufgefordert, weitere 160.000 Flüchtlinge in den nächsten zwei Jahren aufzunehmen.

    Die USA planen dem US-Außenministerium zufolge dabei bis zu 8.000 syrische Flüchtlinge im Zeitraum Oktober-September 2016 aufzunehmen.

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