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    Baschar al-Assad

    Unbeugsam und unnachgiebig: Baschar al-Assad wird 50

    © AP Photo / SANA, File
    Politik
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    Seit mehr als vier Jahren kämpft seine Armee nicht nur gegen die von den USA unterstützte bewaffnete Opposition, sondern auch gegen Terrorgruppen wie al-Nusra-Front und hält den Vormarsch der berüchtigten Terrormiliz IS zurück. Es war seine Armee, die die Christen- Hochburg Maalula von den Dschihadisten befreit hat.

    Trotz Sanktionen und massiven Drucks aus dem Westen gibt Assad nicht nach.

    Baschar Assad war das dritte Kind in seiner Familie: Er hatte zwei ältere Geschwister, die Schwester Buschra und den Bruder Basil sowie zwei jüngere Brüder, Maher und Madschid. Laut der Tradition galt Basil Assad als Nachfolger auf dem Posten des Landespräsidenten, starb jedoch bei einem Autounfall im Jahr 1994.

    1982 absolvierte Baschar Assad das arabisch-französische Hurrija- Gymnasium in Damaskus, 1988 bekam er an der medizinischen Fakultät der Universität Damaskus das Diplom eines Augenarztes und spezialisierte sich  als solcher beim Tischrin-Spital in der syrischen Hauptstadt.

    In den Jahren 1992 bis 1994 führte er sein Studium in London fort und durchlief im Western Eye Hospital eine Ausbildung zum Augenarzt.

    Nach dem Tod seines Bruders Basil kehrte Baschar Assad 1994 nach Syrien zurück, wo er sich an der Militärakademie in Homs einschreiben ließ und im Rang eines Kapitäns als Kommandeur eines Panzerbataillon eingesetzt wurde. 1996 wurde er zum Major befördert.

    Nachdem er die Stabskurse abgeschlossen und eine Forschungsarbeit verteidigt hatte, bekam er den Rang eines Oberstleutnants und wurde zum Befehlshaber der Republikanischen Garde ernannt. 
    1999 wurde Assad zum Oberst befördert. 

    Parallel zu seinem Militärdienst war er Berater seines Vaters, stand einem Büro für Klagen und Appelle der Bürger vor und führte eine Antikorruptionskampagne.

    1999 begab sich Baschar Assad auf seine erste diplomatische Tournee in die arabischen Länder, später besuchte er Frankreich und begann, ausländische Delegationen anstelle des Vaters zu empfangen.

    Nach dem Tod seines Vaters Hafez Assad wurde Baschar Assad am 11. Juni 2000 zum Generalleutnant befördert und trat den Posten des Obersten Befehlshabers der syrischen Armee an.

    Am 20. Juni 2000 wurde Baschar bei einer Tagung der Regierungspartei zu deren Generalsekretär gewählt und als einziger Präsidentschaftskandidat aufgestellt. Später wurde seine Kandidatur vom Parlament gebilligt.

    Am 10. Juli 2000 hat Baschar Assad bei einem Referendum 97,3 Prozent der Stimmen als künftiger Präsident bekommen. Am 17. Juli wurde Baschar Assad als Präsident vereidigt.

    Im Mai 2007 wurde Baschar Assad zum zweiten Mal Präsident der arabischen Republik, nachdem er bei einem gesamtnationalen Referendum 97,62 Prozent der Stimmen bekommen hatte. 

    Am 17. Juli 2007 wurde Assad als Präsident für die zweite Amtszeit von sieben Jahren vereidigt. 

    Seit März 2011 dauert in Syrien ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben bisher mehr als 220.000 Menschenleben gefordert hat. Den Regierungstruppen stehen islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören. Die bedeutendsten dieser Gruppierungen sind die Terrororganisation Islamischer Staat, die am 29. Juni 2014 ein „islamisches Kalifat“ in den von ihr kontrollierten Territorien ausgerufen hatte, und die Rebellengruppe Dschabhat al-Nusra.

    Syriens Präsident Baschar al-Assad
    © AP Photo / Bassem Tellawi

    Bei den Präsidentschaftswahlen am 3. Juni 2014, an denen erstmals mehrere Kandidaten teilnahmen, gewann Baschar Assad mit 88,7 Prozent der Stimmen.

    Baschar Assad ist mit der Finanzanalystin Asma (Emma) Fauaz al-Akhras verheiratet, die eine in Großbritannien geborene und aufgewachsene Syrerin aus einer Familie wohlhabender Sunniten ist. Baschar Assad und Asma haben zwei Söhne und eine Tochter.

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    Tags:
    Jubiläum, Baschar al-Assad, Syrien