15:17 27 Oktober 2020
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    Turkish Stream (90)
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    Eine eingehende Erörterung des Baus der Pipeline Turkish Stream ist erst nach der Verständigung über die Gewährung eines Gasrabatts von 10,25 Prozent durch die russische Seite möglich, wie der türkische interimistische Energieminister Ali Rıza Alaboyun in einem Interview für Sputnik Turkiye sagte.

    „Diese Frage wurde vorerst nur mündlich besprochen, auf dem Papier aber nicht verankert. Wir denken, dass dies nicht richtig ist. Die russische Seite musste uns die Ermäßigung ohne Vorbedingungen gewähren. Unterdessen hat sie den Beginn des Baus der Gasleitung als Bedingung gestellt.“

    Diese Voraussetzung bezeichnete der Minister als unpassend.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am 1. Dezember bei seinem Türkei-Besuch angekündigt, dass Russland den Bau der South-Stream-Pipeline, durch die russisches Erdgas ab 2018 direkt nach Südeuropa hätte strömen soll, wegen des Widerstandes der EU stoppe. Stattdessen sollen eine neue Pipeline in die Türkei sowie ein Gas-Hub an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland für die Versorgung Südeuropas gebaut werden.

    Der russische Gasmonopolist Gazprom und das türkische Energieunternehmen Botas unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Bau einer 1.100 km langen Pipeline durch das Schwarze Meer. Noch in diesem Jahr wollen beide Staaten ein Regierungsabkommen schließen. Der Lieferbeginn ist für Dezember 2016 geplant.

    Die geplante Jahresleistung der neuen Pipeline entspricht mit 63 Milliarden Kubikmetern der von South Stream. Etwa 14 Milliarden Kubikmeter davon sollen auf dem türkischen Markt verbraucht und weitere etwa 49 Milliarden Kubikmeter Richtung Griechenland exportiert werden.

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    Tags:
    South Stream, Türkischer Strom, Erdgas, Gazprom, EU, Wladimir Putin, Ali Rıza Alaboyun, Türkei, Russland