13:46 31 Oktober 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Der Unwillen der USA, Europa zu helfen, mit dem Flüchtlingsstrom fertig zu werden, untergräbt die Autorität des Landes, wie „The Global Times“ schreibt.

    Seit Beginn der Flüchtlingskrise haben die USA insgesamt ca. 1.500 Menschen aufgenommen, US-Präsident Barack Obama verordnete die Aufnahme von weiteren 10.000 syrischen Flüchtlingen im nächsten Jahr.

    Als „Big Brother“ der westlichen Länder versuche Washington auf diese Weise, die Verbündeten dazu zu bewegen, sich der Herausforderung zu stellen, und lobe öffentlich deren Politik, so das Blatt. Vor diesem Hintergrund bliebe Deutschland nichts übrig, als sein Verantwortungsbewusstsein an den Tag zu legen.

    Trotz möglichen Problemen in der Zukunft hat Deutschland erklärt, im laufenden Jahr ca. 800.000 Menschen aufnehmen zu können, — eine Zahl, die den Aufnahmeplan aller Länder für die nächsten Jahre zusammengenommen übersteigt. Allerdings beeilte sich Kanzlerin Angela Merkel mit der Erklärung, dass der beispiellose Flüchtlingsstrom das Land verändern werde.

    Als sie den Vereinigten Staaten in deren Bestreben folgten, „Syrien zu bestrafen“, haben die EU-Länder womöglich nicht daran gedacht, dass sie selbst dem Konflikt zum Opfer fallen würden.

    „Nach dem Irak-Krieg hat Washington wegen der Entfesselung und Unterstützung einer Reihe von Konflikten mehrere Punkte eingebüßt. Die Vereinigten Staaten können als Weltpolizei nicht mehr das zu Ende bringen, was sie eingeleitet haben, indem sie ständig nichtabgeschlossene politische Projekte anhäufen“, schreibt der Autor und betont, dass eine derartige Missachtung der europäischen Probleme der dominierenden Rolle der USA in der Welt einen Schlag versetze.

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    Tags:
    Migrationspolitik, Migranten, EU, Barack Obama, Syrien, Deutschland, USA