22:27 27 November 2020
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    Russland unterstützt laut Präsident Wladimir Putin die legitime Regierung Syriens. Hätte es das nicht getan, wäre es in Syrien jetzt noch schlimmer als in Libyen.

    Die Unterstützung der legitimen Regierung Syriens habe mit dem Flüchtlingsstrom nichts zu tun, betonte der russische Staatschef am Dienstag. Er verwies darauf, dass Menschen nicht nur aus Syrien, sondern auch aus Libyen, dem Irak, dem Jemen und Afghanistan nach Europa flüchten. „Die Flüchtlinge aus Syrien fliehen vor allem vor den Kriegshandlungen, die vom Ausland aus mit Waffenlieferungen gefördert werden. Die Menschen fliehen vor der Gräueltaten der Terroristen.“

    „Wenn Russland Syrien nicht unterstützt hätte, wäre es um dieses Land noch schlimmer bestellt als um Libyen. Der Flüchtlingsstrom wäre noch größer“, sagte Putin in Duschanbe (Tadschikistan) auf dem Gipfel der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS). Zu diesem Sicherheitsbündnis gehören sechs Ex-Sowjetrepubliken: Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan und Weißrussland.

    In Syrien dauert ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben bisher mehr als 200.000 Menschenleben gefordert hat. Den Regierungstruppen stehen nicht nur vom Westen unterstützte bewaffnete Regimegegner, sondern auch diverse Terrorgruppen  wie Al-Nusra-Front oder der Islamische Staat gegenüber. Der IS konnte im Sommer 2014 weite Teile Syriens und des benachbarten Irak erobern und rief dort ein „islamisches Kalifat“ aus.

    Die IS-Miliz ist mit Panzern, Geschützen und Mörsern bewaffnet, die sie aus Militärlagern im irakischen Mosul gestohlen hat. Eine von den USA geführte internationale Koalition fliegt seit August Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. In Syrien bombardiert die Koalition ohne Zustimmung der dortigen Regierung. Die westlichen Staaten streben einen Machtwechsel in Syrien an und lehnen jedes Zusammenwirken mit der dortigen Regierungsarmee ab.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Terrorismus, Waffenlieferungen, Wladimir Putin, Libyen, Syrien, Russland