04:57 20 Oktober 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Europa kann in nächster Zukunft mit einer neuen Welle von Flüchtlingen konfrontiert sein, diesmal nicht aus dem Nahen Osten, sondern aus der Ukraine, wo die Lage in wenigen Wochen destabilisiert werden könnte, wie der Vizechef des Auswärtigen Ausschusses des ungarischen Parlaments, Marton Gyöngyösi (Jobbik-Partei), der Agentur Sputnik sagte.

    Laut dem Politiker „muss man vorsorglich daran denken. Denn in Zukunft kann man mit einer noch größeren Welle von Flüchtlingen konfrontiert sein. Und zwar nicht nur aus dem Nahen Osten und aus Afghanistan, sondern aus der Ukraine, wo die Situation zunehmend schlechter wird. Von dort aus könnten sogar mehrere Hundert von Flüchtlingen strömen“, so Gyöngyösi.

    Die Ukraine „ist unser nächster Nachbar, wir sind durch kein Meer voneinander getrennt“, so der Politiker.

    „Die allgemeine Situation in der Ukraine ist so, dass die Ukraine in nur wenigen Wochen oder Monaten destabilisiert werden kann. Aber wir wollen nicht darüber sprechen und versuchen sogar, nicht daran zu denken“, ergänzte Gyöngyösi.

    Deutschland hat sich am Sonntag gezwungen gesehen, Grenzkontrollen einzuführen. Die Slowakei hat am Montag eine zeitweilige Kontrolle der Grenzen zu Ungarn sowie zu Österreich eingeführt, das wiederum die Absicht bekundete, seine Grenzen zu verstärken.

    Seit Anfang 2015 sind rund 500.000 Einwanderer in die EU gekommen. Laut der EU-Kommission ist die jetzige Flüchtlingskrise weltweit die schwerste seit dem Zweiten Weltkrieg. Auf Vorschlag der EU-Kommission sollen in den nächsten beiden Jahren bis zu 160.000 Flüchtlinge im EU-Raum aufgenommen werden.

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    Migranten, Migrationspolitik, Partei Jobbik, Marton Gyöngyösi, Ungarn, Ukraine