04:53 16 August 2018
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    Stratfor zu Syrien-Konflikt: Russland kein Teilnehmer, sondern Friedenstifter

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    Situation in Syrien (2016) (852)
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    Der wahre Grund für die Envolvierung Russlands in die Geschehnisse in Syrien liegt nicht unbedingt auf der militärischen Ebene – vor allem geht es Russland um eine Mitwirkung im Verhandlungsprozess, wie der Stratfor-Militäranalyst Sim Tack äußert.

    „Weil Russland Beziehungen mit Assad aufgebaut hat, versucht es ein vertrauensvolles Verhältnis mit dem Regime zu unterhalten. Im Grunde kann Russland das nutzen, um Assad in die Verhandlungen mit den wahrscheinlichen Vertretern der Aufständischen einzubeziehen, was zu einer Regelung des Konflikts beitragen könnte“, so der Experte.

    Laut Tack wird die Teilnahme Russlands an der Konflikt-Regelung höchstwahrscheinlich kaum die Frontlinie verändern. Zurzeit sei diese Teilnahme sehr begrenzt. Russland schicke Kriegstechnik nach Syrien, Berater für die Unterstützung von Baschar Assad und es sei nicht ausgeschlossen, dass dort eine Luftbasis bauen werde, so der Analyst.

    Russland habe keine großen Landtruppen-Verbände in der Region stationiert, die großangelegte Operationen für die Zurückeroberung der durch die IS-Kämpfer oder die Rebellen besetzten Gebiete durchführen könnten.

    Der Anbahnung des Verhandlungsprozesses durch Russland stünden zwei Hürden im Weg: Einerseits möchte Moskau weiterhin Baschar Assad als syrischen Präsidenten haben, jedoch können die anderen Teilnehmer an den Verhandlungen erklären, dass sie mit Assad nicht arbeiten werden. Andererseits seien die Verbände der Rebellen in Syrien sehr vereinzelt, die Opposition habe kein einheitliches Zentrum, dessen Vertreter an Verhandlungen mit dem syrischen Präsidenten teilnehmen könnten. Solange die Aufständischen sich nicht vereinigt haben oder solange sie nicht von einer Gruppierung vertreten werden, könne von Verhandlungen zur Lösung des Syrien-Konflikts keine Rede sein, so Sim Tack.

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    Tags:
    Stratfor, Sim Tack, Baschar al-Assad, Russland, Syrien
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