05:51 21 Januar 2018
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    Angriffshubschrauber vom Typ Mi-24

    Jahrelang im Einsatz: Pentagon „entdeckt“ erst jetzt russische Helikopter in Syrien

    © Sputnik/ Alexei Danichev
    Politik
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    Der Rummel um Russlands angebliche Militärpräsenz in Syrien nimmt weiter zu. Der neue Anlass: US-Satelliten haben vier der russischen Hubschrauber in Syrien fotografiert. Obwohl die Maschinen seit Jahren bei der syrischen Luftwaffe im Dienst stehen, werden sie in westlichen Medien nun als Beweis für eine „Verlegung russischer Truppen“ präsentiert.

    Amerikanische Satelliten hätten nahe des syrischen Mittelmeerhafens Latakia zwei Angriffshubschrauber vom Typ Mi-24 und zwei Mehrzweckmaschinen Mi-17 entdeckt, berichtete der TV-Sender Fox News unter Verweis auf einen ranghohen US-Regierungsvertreter.

    Obwohl es in Syrien nicht vier, sondern deutlich mehr russische Militärhubschrauber gibt (laut Wikipedia-Angaben sind es mindestens 45 Mi-17 und 36 Mi-24), will das Pentagon mit dieser „Entdeckung“ offenbar seine vorherige Behauptung untermauern, Russland baue in Syrien einen Luftwaffenstützpunkt, um Luftangriffe zu fliegen.

    Moskau macht kein Hehl daraus, Waffen an die Regierung von Baschar al-Assad zu liefern. Die Lieferverträge waren vor mehreren Jahren im Einklang mit dem Völkerrecht geschlossen worden. Mit den russischen Waffen kämpft die syrische Armee gegen Terroristen des Islamischen Staates und der Al-Nusra-Front. Seit Jahren befinden sich russische Militärspezialisten in dem Land, um den Syrern den Umgang mit der Technik beizubringen.

    „Wir unterstützen die syrische Regierung im Kampf gegen die terroristische Aggression. Wir werden ihr auch weiterhin alle notwendige militärtechnische Unterstützung erweisen und wir rufen auch andere Staaten auf, mitzumachen“, sagte der russische Präsident Wladimir Putin in dieser Woche beim OVKS-Gipfel in Duschanbe (Tadschikistan).

    Doch richtig mitmachen wollen die USA und ihre westlichen Koalitionspartner offenbar nicht. Sie beschränken sich auf Bombenangriffe gegen den IS und erhöhen zugleich ihren Druck auf Damaskus und Moskau. Weil die USA eine Entmachtung von Syriens Präsident Baschar al-Assad anstreben, stemmen sie sich gegen die russische Waffenhilfe. Das Weiße Haus droht Moskau sogar mit „noch stärkerer Isolation“, sollte es im Kampf gegen den IS weiter die Assad-Armee unterstützen und einen Beitritt zur US-geführten Luftkoalition ablehnen.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Waffenlieferungen, Waffen, Mi-24, Mi-17, Al Nusra-Front, Pentagon, Baschar al-Assad, USA, Russland, Syrien