00:04 21 September 2018
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    Migrationsproblem in Europa

    Ungarn schlägt gemeinsamen Schutz der EU-Grenzen gegen Flüchtlingsstrom vor

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Um die Migrationskrise in der Europäischen Union zu bewältigen, schlagen die ungarischen Behörden vor, gemeinsame Kräfte aufzustellen, die die ankommenden Flüchtlinge noch in Griechenland aufhalten könnten, wie der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Donnerstag in Budapest in einer Pressekonferenz sagte.

    „Der Migrantenstrom reißt nicht ab. Millionen Menschen im Irak, in Syrien, der Türkei und anderen Ländern warten darauf, in Richtung Europa aufzubrechen. Es muss eine gemeinsame starke Kraft geschaffen werden, die die illegale Migration noch in Griechenland aufhalten könnte. Außerdem müssen die (Flüchtlings-)Camps in der Türkei und in anderen Ländern finanziert werden“, so Szijjarto.

    Der Minister bestätigte, dass Ungarn trotz der Kritik europäischer Medien keine Flüchtlinge in sein Staatsgebiet zulassen werde.

    „Ungarn wird seine Grenzen und die der EU schützen. Wir werden keine aggressiven Menschen in unser Land lassen. Wir weisen alle nicht korrekten Erklärungen zurück, die im Ausland abgegeben werden, so der Minister.

    Seit Anfang 2015 sind rund 500.000 Migranten in die EU gekommen. Die Zahl der Flüchtlinge nimmt jeden Tag weiter zu. Nach Einschätzung der EU-Kommission ist die jetzige Migrationskrise die weltweit schwerste seit dem Zweiten Weltkrieg.

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    Migranten, EU, Peter Szijjarto, Griechenland, Türkei, Syrien, Irak, Ungarn