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    Welt-Journalisten-Verband nennt Kiewer Regierung "Feind der Pressefreiheit"

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    Die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ) hat die ukrainischen Sanktionen gegen kritische Journalisten scharf kritisiert. Laut IFJ-Vizechef Anthony Bellanger stilisiert sich die ukrainische Regierung mit dieser „absurden Entscheidung“ zum „Feind“ der freien Presse.

    Mit dieser Entscheidung habe die ukrainische Regierung „die Rechte und Freiheiten der Journalisten direkt angegriffen“, sagte Bellanger am Donnerstag zu Sputnik. Diese Entscheidung sei absurd und „macht deutlich, dass ukrainische Behörden und Politiker Feind Nummer eins der Journalistenrechte sind.“

    Das Einreiseverbot für 41 Journalisten „kreiert ein negatives Image der ukrainischen Realpolitik“, so Bellanger weiter. Die IFJ wolle eingreifen, und an die ukrainische Regierung um eine Aufhebung dieser Entscheidung appellieren.

    Insgesamt 388 Personen und 105 Organisationen aus 23 Ländern hatte der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko für ein Jahr die Einreise verboten, darunter auch 41 Journalisten und Bloggern. Selbst Reporter aus Großbritannien, Spanien und Deutschland standen kurzzeitig auf der Liste, wurden dann jedoch wieder gestrichen.

    Poroschenkos Sanktionen gegen die Journalisten stießen bei Dunja Mijatovic, OSZE-Beauftragter für die Freiheit der Medien, auf Kritik. BBC nannte das Einreiseverbot „Ausfall gegen die Medienfreiheit“.

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    Tags:
    Einreiseverbot, Journalisten, Sanktionen, Pressefreiheit, OSZE, Dunja Mijatovic, Petro Poroschenko, Anthony Bellanger, Ukraine
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