05:32 05 Juni 2020
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    70. UN-Generalversammlung in New York (56)
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    Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, hat eine Überraschung in seiner Rede vor der Uno-Vollversammlung in New York versprochen.

    In seinem Interview für die Zeitung „Al-Quds al-Arabi“ gab er zu verstehen, dass seine für den 30. September geplante Rede der Kritik der israelischen Palästina-Politik gewidmet sein werde. Die eigentliche Überraschung wolle er aber vorerst geheim halten.

    „Ich werde über die Osloer Abkommen und über die israelischen Verstöße in den Zonen A und B sprechen, die von der Palästinensischen Administration kontrolliert werden sollen“, sagte er. „Gegen Ende meiner Uno-Rede werde ich eine Bombe abwerfen, vorerst möchte ich aber nicht verraten, wovon die Rede ist“, zitiert die Zeitung den Palästinenserführer.

    Laut früheren Berichten erwägt der 80-jährige Abbas, der von der Stagnation im Nahost-Friedensprozess enttäuscht ist, seinen Rücktritt, eine teilweise bzw. vollständige Außerkraftsetzung der Abkommen mit Israel und sogar eine Auflösung der Selbstverwaltungsinstitute der Palästinensischen Autonomie. 

    Am 30. September soll vor dem Uno-Hauptquartier die palästinensische Flagge gehisst werden. Für denselben Tag ist ein Treffen des „Nahost-Quartetts“ vorgesehen.

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    70. UN-Generalversammlung in New York (56)

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    Tags:
    Uno-Vollversammlung, Mahmud Abbas, Israel, Palästina