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17:47 21 September 2019
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    Ukrainischer Premier Arsenij Jazenjuk

    Jazenjuk bangt um Milliardeneinahmen: EU soll neue russische Pipeline verhindern

    © AP Photo / Manuel Balce Ceneta
    Politik
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    Der ukrainische Regierungschef Arsenij Jazenjuk hat die EU-Kommission dazu aufgefordert, zu verhindern, dass der Regierung in Kiew Milliarden von Dollar entgehen. Dafür solle Brüssel den Ausbau der russischen Ostsee-Pipeline (Projekt Nord Stream 2), die den Status der Ukraine als Gas-Transitland gefährdet, platzen lassen.

    „Ich hoffe, dass unsere westlichen Partner, in erster Linie die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten den Plan der Russischen Föderation, die Ukraine um ihr Transitpotenzial und um Milliarden von Dollar zu bringen, vereiteln werden“, sagte Jazenjuk am Freitag in der Werchowna Rada (Parlament).

    Der russische Lieferant Gazprom und seine europäischen Partner (E.On, BASF-Tochter Wintershall, OMV, Shell, Engie) hatten sich Anfang September auf den Bau einer zweiten Gaspipeline durch die Ostsee direkt von Russland nach Deutschland abseits der instabilen Ukraine geeinigt. Die Jahresleistung ist mit 55 Milliarden Kubikmetern geplant.

    Das Projekt, das Deutschland zum größten Gasverteiler in Europa machen soll, stößt in der Ukraine auf scharfe Kritik. Bislang nutzt die Kiewer Regierung den Transitstatus zum Verdienen und als Druckhebel gegen Russland. Laut Premier Jazenjuk würden Kiew durch die neue Pipeline zwei Milliarden Dollar Transiteinnahmen entgehen.

     

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    Tags:
    Nord Stream 2, Shell, Gazprom, Engie, OMV, E.ON, BASF, EU-Kommission, Arsseni Jazenjuk, Russland, Ukraine