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    Berater von UN-Generalsekretär: USA stiften nur Chaos

    © REUTERS / Mike Blake
    Politik
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    Mit ihren militärischen Interventionen haben die USA dem Nahen Osten nichts außer Chaos und humanitären Katastrophen gebracht, so Jeffrey Sachs US-Ökonom und Sonderberater von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

    Die USA hätten nach dem Untergang der Sowjetunion 1991 begriffen, dass sie unbestraft militärisch intervenieren können, schreibt Sachs in einem Beitrag für Project Syndicate. Doch das amerikanische Modell des Regimewechsels funktioniere nicht, sondern es führe zu Chaos, Anarchie, Bürgerkrieg und wachsenden humanitären Krisen. Als Beispiel führt der Experte Afghanistan, den Irak und Libyen an.

    Das Scheiter-Risiko sei dann höher, wenn ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrats militärisch eingegriffen werde. In Syrien haben die USA mit ihrer Politik „eine Katastrophe mit 310.000 Toten verursacht“, so Sachs weiter. „Die eine Sache ist ein Regime zu stürzen, die andere Sache ist es durch eine stabile und legitime Regierung zu ersetzen.“

    Mit ihrem Versuch, ihren eigenen Willen durchzusetzen, bringen die USA andere Staaten gegen sich auf. Um die Syrien-Krise zu lösen, müsste Washington sein Verlangen nach einem Regimewechsel aufgeben und mit Russland und China zusammenarbeiten. Erst dann wäre auch in Syrien ein Durchbruch möglich wie vor kurzem im iranischen Atomstreit.

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    Tags:
    USA, Russland, China, Iran, Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan