17:32 20 November 2018
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    Moskau: Poroschenkos Vorwurf an Russland der Diskriminierung von Krimtataren haltlos

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    Politik
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    Die Vorwürfe an die Adresse Russlands wegen der Verletzung der Rechte von Krim-Tataren sind keineswegs begründet, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erklärt, dass er beabsichtige, die Frage nach dem Schutz der Rechte der Krim-Tataren, der „Einengung von Vertretern des krimtatarischen Volkes“, in der UN-Vollversammlung aufzuwerfen. 

    „Was irgendwelche möglichen Worte über die Krim-Tataren angeht, so – sollten es haltlose Kritik oder Vorwürfe sein – bleibt es eben bei haltloser Kritik. In der Regel ist nichts, was wir bisher gehört haben, irgendwie begründet und entspricht absolut nicht der realen Sachlage, die auf der Krim besteht“, sagte Peskow Journalisten.

    Auf die Frage, ob die russische Delegation bereit sei, sich derartige Vorwürfe anzuhören und ob weitere Ausfälle seitens der ukrainischen Delegation absehbar seien, betonte der Kreml-Sprecher, es sei „nicht unsere Arbeit, Prognosen für die Reden von Staatschefs anderer Länder zu erstellen“.

    Die Krim war im März vergangenen Jahres – nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte. Moskau betonte, dass das Referendum auf der Krim den Völkerrechtsnormen und dem UN-Statut entspreche. Die neue ukrainische Regierung betrachtet die Krim noch immer als ihr Gebiet und verspricht, die Halbinsel wieder in den Bestand der Ukraine zurückzuführen.

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    Tags:
    Tataren, UN-Vollversammlung, Petro Poroschenko, Dmitri Peskow, Russland, Ukraine, Krim