03:12 02 April 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Die Ursachen für die Migrationskrise, darunter auch der Syrien-Konflikt, zu bekämpfen, ist nur in Kooperation mit Russland und den USA möglich, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag sagte.

    „Wir werden auch nur gemeinsam, auch gemeinsam mit den Vereinigten Staaten von Amerika, wenn ich an Syrien denke – auch gemeinsam mit Russland die Fluchtursachen bekämpfen können“, so Merkel vor Journalisten in Berlin.

    Deutschland werde sich darum bemühen, den Flüchtlingsstrom in den Griff zu bekommen, betonte sie.

    Im Vergleich zum Anfang der Krise hat die Kanzlerin ihre Rhetorik etwas geändert. Diesmal sagte sie, dass es auch Flüchtlinge geben werde, denen es nicht gelingen werde, in Deutschland zu bleiben.

    „Bei denen, die aus dem Bürgerkrieg kommen, kann es ja auch sein, dass sie nach Hause gehen – eines Tages. Wir haben die Erfahrung gemacht – wir hatten damals 400 000 Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, als dort der Krieg war, Anfang der 90er Jahre. Sehr viele davon haben dann unser Land wieder verlassen“,  so Merkel weiter. Wenn die wirtschaftlichen Perspektiven schlecht seien, werde es aber wieder den Versuch geben, nach Europa zurückzukommen.

    Die Globalisierung habe zur Folge, dass Konflikte, die scheinbar weit entfernt seien, doch Auswirkung auf alle haben, fügte die Kanzlerin hinzu. Mit dem Errichten von Zäunen lasse sich diese Situation nicht verändern – sondern nur durch die Bekämpfung der Ursachen.

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    Tags:
    Migranten, Migrationspolitik, Angela Merkel, Russland, USA, Syrien