02:27 27 November 2020
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    Russland und Israel wollen nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Tel Aviv in Syrien abgestimmt handeln. Beide Staaten wollen angeblich eine Arbeitsgruppe bilden, die ihr Vorgehen „in der Luft, zu Wasser und im elektromagnetischen Bereich“ koordinieren soll, um eine bewaffnete Kollision miteinander zu verhüten.

    Nach Angaben der Quelle haben sich der israelische Generalstabschef Gadi Eizenkot und sein russischer Amtskollege Waleri Gerassimow am Montag bei einem Treffen in Moskau darauf verständigt. Davor sei das Thema von Regierungschef Benjamin Netanjahu und Präsident Wladimir Putin besprochen worden.

    „Es wurde vereinbart, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Sie soll von Stellvertretern der Generalstabschefs beider Staaten geleitet werden und in zwei Wochen erstmals zusammentreten“, sagte ein israelischer Militärsprecher, der anonym bleiben wollte, am Dienstag. Das Ziel sei es, zu verhindern, dass die Luftwaffe und die Luftabwehr beider Staaten sich gegenseitig ins Visier nehmen.

    Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien wurde der israelischen Luftwaffe mehrmals vorgeworfen, Waffenlager und Konvois in dem Land zu zerbomben, um zu verhindern, dass die Waffen in die Hände der radikalislamischen Hisbollah geraten. Das israelische Militär hat das weder bestätigt noch  bestritten.

    Russland liefert Waffen, mit denen die syrische Armee gegen die Terrormiliz Islamischer Staat kämpft. Die USA und ihre europäischen Verbündeten, die eine Entmachtung von Syriens Präsident Baschar al-Assad anstreben, stemmen sich gegen die russische Waffenhilfe. Auch werfen sie Russland vor, eigene Truppen in das Kriegsland zu verlegen. Moskau dementiert das, schließt jedoch eine Truppenentsendung nach Syrien nicht mehr völlig aus, sollte die Regierung in Damaskus darum bitten.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Terrorismus, Waffenlieferungen, Waffen, Baschar al-Assad, Benjamin Netanjahu, Wladimir Putin, Valeri Gerassimow, Gadi Eizenkot, USA, Syrien, Israel, Russland