20:09 20 Februar 2020
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    Als ein “geopolitisches Tschernobyl” für die USA hat Ex-CIA-Chef David Petraeus bei einer Anhörung im Streitkräfte-Ausschuss des US-Senats die Lage in Syrien bezeichnet.

    „Ähnlich wie eine nukleare Katastrophe drohen die negativen Nachwirkungen der Syrien-Krise noch Jahrzehnte lang präsent zu sein“, sagte er. „Je länger wir diese Krise andauern lassen, desto schwerer werden die Folgen für uns sein.“

    „Der internationale Frieden und die Sicherheit fordern von den USA nicht, dass sie alle Krisen regeln und sich in jeden Konflikt einmischen“, betonte Petraeus. Die Vereinigten Staaten seien dennoch verpflichtet, den Syrien-Konflikt beizulegen. 

    Er räumte dabei ein, dass Russland eine wichtige politische Kraft ist. Zugleich äußerte er, dass Moskaus Handeln im Nahen Osten provokatorischen Charakter habe. Argumente für diesen Standpunkt führte er allerdings keine an. 

    Zuvor hatte sich Petraeus ebenfalls widersprüchliche Äußerungen zu Methoden für die Regelung der Konflikte in dieser Region gemacht. Unter anderem schlug er vor, die Differenzen mit Al-Kaida zu vergessen und ein Zusammenwirken mit dem „moderaten Flügel“ dieser Terrororganisation im Kampf gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aufzunehmen.

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    Tags:
    Al-Kaida, Baschar al-Assad, David Petraeus, USA, Syrien