21:58 16 November 2019
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    US-Soldaten in Afghanistan

    Pentagon erwägt Möglichkeiten zum weiteren Verbleib von US-Truppen in Afghanistan

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    Die Verteidigungsministerien der USA und ihrer Verbündeten sind wegen der Pläne des Weißen Hauses beunruhigt, das US-Militärkontingent in Afghanistan zu reduzieren. Sie prüfen die Möglichkeit, auch nach 2016 Tausende US-Soldaten in diesem Land zu lassen, schreibt "The Wall Street Journal".

    US-Armeegeneral John Campbell hat Pentagon- und Nato-Vertretern fünf verschiedene Empfehlungen geschickt, in denen mögliche Risiken einer solchen Entscheidung analysiert werden. Es wird unter anderem vorgeschlagen, die zahlenmäßige Stärke des Militärkontingentes von etwa 10.000 Mann aufrechtzuerhalten, die Zahl der US-Soldaten auf 8.000 zu reduzieren, ferner die Truppen zum Jahresende 2016 um die Hälfte zu reduzieren oder aber den aktuellen Plan zur Truppenreduzierung um mehrere Hundert Mann zu befolgen.

    Es wird unter anderem die Befürchtung geäußert, dass der massive Abbau der US-Truppen im Land ungünstige Bedingungen für Kabul schaffen könnte, wobei die afghanische Regierung unter starken Druck von Seiten der im Land agierenden radikalen Taliban-Bewegung und anderer Terrormilizen geraten würde. Nach einer anderslautenden Meinung wäre auch ein zahlenmäßig kleineres US-Militärkontingent imstande, der afghanischen Regierung beim Widerstand gegen die Extremisten effektiv zu helfen.

    Viele verweisen auf einen negativen Effekt des Abzugs der US-Truppen aus dem Irak, wo die Terrororganisation „Islamischer Staat“ aktiv geworden ist. Nach Überzeugung einiger ranghoher Personen könnten selbst wenige hundert US-Soldaten dem Irak eine substantielle Hilfe bei der Bekämpfung des IS leisten.

    Die Zeitung verweist darauf, dass das Pentagon noch keine Verfügungen hinsichtlich einer quantitativen Änderung der Truppenstärke in Afghanistan erlassen hat.

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    Terrormiliz Daesh, John Campbell, USA, Irak, Afghanistan